EIn Unfall mit hohem Sachschaden ereignete sich an einer Auffahrt zur A73 bei Bamberg. Ursache könnte ein illegales Autorennen sein. Den Teilnehmern drohen hohe Strafen.
Der Fahrer eines Lastwagens an der Anschlussstelle Bamberg-Süd zur A73 wurde am Freitagnachmittag möglicherweise Augenzeuge eines illegalen Autorennens, das in einem Unfall endete. Gegen 17.15 Uhr seien ein Audi und ein Mercedes dort mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, heißt es im Polizeibericht. Der Audi sei vor, der Mercedes hinter dem Lastwagen eingeschert.
Dann kam es offenbar zu einer folgenschweren Fehlentscheidung des Mercedes-Fahrers, der dann sofort noch auf den linken Fahrstreifen gewechselt sei und dabei einen dort fahrenden BMW übersah. Die Fahrzeuge stießen laut Polizeibericht zusammen, der BMW wurde in die Mittelleitplanke gedrückt.
Zeugenaussagen stützen Verdacht eines illegalen Autorennens
Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, der Sachschaden war mit geschätzten 40.000 Euro aber erheblich. Beide Fahrzeuge waren schwer beschädigt und mussten abgeschleppt werden.
Der Polizei liegen nun Zeugenaussagen vor, die den Verdacht nahelegen, dass sich der Audi und der Mercedes ein illegales Autorennen lieferten. Daher sucht die Polizei den Fahrer des Lastwagens, um den herum die beiden Autos einscherten. Die Polzei bittet den Lkw-Fahrer, sich unter der Telefonnummer 0951-9129510 zu melden.
Der ADAC klärt über illegale Autorennen und deren Folgen auf. Nach § 315 d Strafgesetzbuch droht Teilnehmern illegaler Autorennen eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren. In diesem Fall könnte die mögliche Höchststrafe sogar bis zu fünf Jahre Haft betragen, weil Leib und Leben anderer oder Sachen von bedeutendem Wert gefährdet wurden. Sollte es sich bei dem Vorfall um tatsächlich um ein illegales Rennen gehandelt haben, können die Teilnehmer von Glück sagen, dass bei dem Unfall niemand schwer verletzt wurde. In solchen Fällen beträgt die mögliche Höchststrafe sogar zehn Jahre Gefängnis.