Der älteste Sohn versuchte noch, seine Mutter zu retten: Die Körperoberfläche der Frau war aber nahezu komplett verbrannt. Jetzt hat das Gericht ein Urteil gefällt.
Update vom 10.01.2026: Mann soll schlafende Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet haben - Gericht fällt Urteil
Er soll seine schlafende Ehefrau mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben - das Opfer hatte keine Chance. Vom Landgericht Braunschweig ist ein 51 Jahre alter Mann aus Goslar zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Die Strafkammer stellte am Freitag zudem die besondere Schwere der Schuld fest, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte.
Für den verurteilten Mann ist damit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Nach Überzeugung der Kammer übergoss der Angeklagte im Mai 2025 seine schlafende Frau mit einem mutmaßlichen Gemisch aus Benzin und flüssigem Grillanzünder und zündete sie an.
90 bis 100 Prozent der Körperoberfläche verbrannt
Die 40-jährige Frau habe sofort in Flammen gestanden und sei durch das Schlafzimmerfenster etwa vier Meter tief auf eine Rasenfläche gestürzt. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie an ihren schweren Brandverletzungen starb. Etwa 90 bis 100 Prozent der Körperoberfläche waren verbrannt. Ein eindeutiges Motiv habe sich aber in der Verhandlung nicht klären lassen, sagte die Gerichtssprecherin.
Mit dem Schuldspruch stellte das Gericht auch die Mordmerkmale der Heimtücke, Grausamkeit und gemeingefährlichen Mittel fest. Das Strafmaß entspricht den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Unklarheiten und Widersprüche zwischen Zeugenaussagen hingewiesen und einen Freispruch im Zweifel für den Angeklagten beantragt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Revision dagegen ist möglich.
Ursprungsmeldung vom 06. 11.2025: Mord aus Heimtücke? Mann soll schlafende Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet haben
Weil er sich betrogen fühlte, soll ein Mann seine schlafende Ehefrau mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben. Vor dem Landgericht Braunschweig wird einem 50-Jährigen aus Goslar ein grausamer Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Bei der Tat sei dem Angeklagten bewusst gewesen, dass das Opfer leiden würde, sagte der Staatsanwalt zum Prozessauftakt.
Der Mannsoll im Mai dieses Jahres seine schlafende Frau mit einem mutmaßlichen Gemisch aus Benzin und flüssigem Grillanzünder übergossen und angezündet haben. Die 40-jährige Frau habe sofort in Flammen gestanden und sei durch das Schlafzimmerfenster etwa vier Meter tief auf eine Rasenfläche gestürzt.
Unklar ist nach den Angaben der Strafverfolger, ob sie vom Angeklagten gestoßen wurde oder sich durch den Sprung retten wollte. Der älteste Sohn sei seiner Mutter zu Hilfe geeilt und habe die Flammen erstickt. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie an ihren schweren Brandverletzungen starb. Eine Verlegung in eine Spezialklinik sei wegen der schweren Verletzungen nicht möglich gewesen. Der Mann war noch vor Ort festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.