Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in der Nürnberger Südstadt hat die Stadt Entwarnung gegeben: Spezialisten konnten den Blindgänger entschärfen. Zuvor war die Umgebung weiträumig evakuiert worden.
Update vom 03.08.2026, 15.14 Uhr: In Südstadt gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft
Die am Montagvormittag (3. August 2026) auf dem Gelände von Siemens Energy in Nürnberg gefundene Fliegerbombe ist entschärft. Darüber informiert die Stadt Nürnberg in einer aktuellen Mitteilung. Demnach konnten die beiden vor Ort eingesetzten Sprengmeister den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg nach rund 45 Minuten Arbeit gegen 15 Uhr unschädlich machen.
Der Sprengkörper mit einem Gewicht von knapp 112 Kilogramm und einem Aufschlagzünder war bei Bauarbeiten auf dem Firmenareal an der Winter-Günther-Straße gefunden worden. Bis 13.45 Uhr waren rund 800 Mitarbeitende des Trafowerks von Siemens Energy sowie etwa 1200 weitere Beschäftigte anderer Unternehmen evakuiert worden. Der Kampfmittelräumdienst hatte zuvor ein Evakuierungsgebiet von 400 Metern rund um den Blindgänger-Fundort angeordnet. Das Areal wurde vollständig geräumt, der Luftraum über Nürnberg während der Entschärfung gesperrt. Wohngebiete waren nicht betroffen.
Nach Angaben der Stadt Nürnberg waren mehr als 110 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Werksfeuerwehren Siemens und MAN, der Freiwilligen Feuerwehren, verschiedener Hilfsorganisationen der Rettungs- und Sanitätsdienste sowie die Polizei im Einsatz. Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr oder den Straßenverkehr gab es nicht.
Update vom 03.08.2026, 13.52 Uhr: Entschärfung beginnt früher als geplant
Die geplante Entschärfung der Bombe auf dem Siemens-Energy-Gelände soll um 14 Uhr beginnen. Das teilt die Stadt Nürnberg mit. Ursprünglich sollte die Aktion um 16 Uhr starten. Bis kurz vor 13.30 Uhr war das betroffene Firmengelände bereits evakuiert, kurz danach der Luftraum über dem Gelände gesperrt. 800 Beschäftigte bei Siemens Energy und viele Hundert von anderen Firmen auf dem Areal sind nach Angaben der Stadt betroffen.
Vor Beginn der Entschärfung hatten sich Einsatzkräfte in einer Lagebesprechung abgestimmt.
Update vom 03.08.2026, 12.53 Uhr: Von der Bombe geht eine konkrete Gefahr aus
Die Mitarbeiter der Firma, auf deren Gelände die Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten gefunden wurde, sollen das Firmengelände verlassen. Das meldete die Stadt Nürnberg um 11.56 Uhr. Mittlerweile haben Experten vor Ort herausgefunden, dass die Weltkriegsbombe noch über einen Zündmechanismus verfügt. Die Bombe ist also potenziell zündfähig.
Die Stadtverwaltung Nürnberg hat eine Karte mit dem Evakuierungsgebiet veröffentlicht. Betroffen ist demnach das Firmengelände von Siemens beziehungsweise Siemens Energy in Nürnberg. Betroffen sei das Trafowerk von Siemens Energy. Die Produktion steht. Die Frühschicht wurde nach Hause geschickt, die Spätschicht fällt aus.
Der Ursprungsartikel vom 03.08.2026, 11.44 Uhr: Weltkriegsbombe im Nürnberger Süden gefunden
Bei Bauarbeiten auf einem Firmengelände in der Winter-Günther-Straße im Nürnberger Stadtteil Gibitzenhof ist am Montagvormittag (3. August 2026) eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Nach ersten Informationen der Einsatzkräfte handelt es sich um einen 112 Kilogramm schweren Blindgänger, der 56 Kilogramm Sprengstoff enthält.
Die Entschärfung ist nach aktuellem Kenntnisstand der Stadtverwaltung für den Nachmittag um 16 Uhr geplant. Der Evakuierungsradius beträgt 400 Meter. Wieviele Personen ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen, lasse sich bisher nicht näher beziffern.
Bombenentschärfung in Nürnberg: Stadt informiert fortlaufend
Das Kommunikationsamt der Stadt Nürnberg informiert im Internet sowie über die Social-Media-Kanäle der Stadt fortlaufend über neue Erkenntnisse. Nach einer ersten Einschätzung der Experten vor Ort muss der Linienbetrieb des öffentlichen Nahverkehrs im Süden Nürnbergs durch die Entschärfung der Weltkriegsbombe nicht eingeschränkt werden.