In der Innenstadt von München haben zahlreiche Menschen am Mittwochabend (05.01.2022) gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei sperrte nach Angaben eines Sprechers zwischenzeitlich den Übergang vom Marienplatz zur Kaufingerstraße ab.

Mehrere Gruppen von Protestierern hätten gemeinsam vom Marienplatz durch die Fußgängerzone zum Karlsplatz/Stachus laufen wollen. Das habe mittels der Kette aus Polizeibeamten verhindert werden sollen. Laut BR24 setzte die Polizei auch Pfefferspray und Schlagstock ein.

München: Zahlreiche Menschen protestieren gegen Corona-Maßnahmen

Eine Schätzung zur Teilnehmerzahl konnte die Polizei nicht abgeben. Es seien auch zahlreiche Passanten unterwegs, die zum Einkaufen gingen oder auf dem Nachhauseweg von der Arbeit seien, sagte der Sprecher.

Die Beamten hätten per Lautsprecherdurchsagen auf die geltende Allgemeinverfügung der Stadt München hingewiesen, nach der nicht angemeldete, stationäre und sich fortbewegende Demonstrationen im Zusammenhang mit sogenannten Corona-Spaziergängen untersagt sind.

Die Polizei kündigte an, die Personalien der Teilnehmer aufzunehmen, die sich nicht an die Vorgaben hielten. Dem Sprecher zufolge war die Lage am Abend weitgehend friedlich - abgesehen von "Unmutsbekundungen" angesichts der Absperrung. Die Polizei war mit rund 1000 Beamten im Einsatz.

Schlagstock und Pfefferspray im Einsatz?

Laut BR24 war die Lage in München weniger friedlich. So soll es zur Eskalation gekommen sein, als sich "offensichtlich gewaltbereite Personengruppen immer wieder den Polizeiabsperrungen näherten und diese zu durchbrechen versuchten". 

Als die Teilnehmenden der Aufforderung, den Marienplatz zu verlassen, nicht nachkamen, löste die Polizei die nicht angemeldete Versammlung auf.

In der Münchner Innenstadt sollen 3000 Gegner der Corona-Maßnahmen unterwegs gewesen sein.

Am Odeonsplatz versammelten sich etwa 400 Personen zu einer Gegendemonstration.

red mit dpa