Hans Maier prägte den Freistaat jahrzehntelang - und setzte sich auch nach dem Ende seiner politischen Laufbahn für die Kultur ein. Nun ist er kurz nach seiner Ehefrau gestorben.
Bayerns früherer Kultusminister Hans Maier (CSU) ist tot. Seiner Familie zufolge sei er am Montag (8. Juni 2026) im Alter von 94 Jahren in München nach kurzer Krankheit im Krankenhaus gestorben. Am 18. Juni hätte Maier seinen 95. Geburtstag gefeiert. Seine Ehefrau Adelheid starb erst vor drei Monaten.
Der gebürtige Freiburger war von 1978 bis 1987 Mitglied des bayerischen Landtags und leitete von 1970 bis 1986 das Kultusministerium. Maier hatte Gymnasiallehramt studiert und war Professor für politische Wissenschaft an der Universität München. Seinen Wahlkreis hatte er einst im schwäbischen Günzburg.
Auch der Denkmalschutz und die Kirche lagen Maier stets am Herzen. Er wirkte als Präsident des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sowie als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Noch im Jahr 2020 nahm Maier in München an einer Demonstration teil, bei der mehr Unterstützung für die von der Corona-Krise stark betroffene Kulturbranche und insbesondere freischaffende Künstler gefordert wurde.
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