Mondfinsternis über Bayern: Wo man sie in Franken besonders gut beobachten kann

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Nur kurze Zeit nach der Sonnenfinsternis wartet das nächste Himmelsspektakel: Der Mond taucht am Freitag zum Teil in den Erdschatten ein. Das ist auch in Bayern zu sehen – aber nur für Frühaufsteher.

Erst vor zwei Wochen, am 12. August, war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Wer sich nach dem nächsten Spektakel am Himmel sehnt, hat heuer großes Glück: Schon diesen Freitag (28. August 2026) kommt es zu einer Mondfinsternis.

Dabei schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen allerdings nur 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein. Deshalb bleibt das besonders beeindruckende Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Himmelskörper tiefrot einfärbt, aus.

Wann findet die Mondfinsternis statt?

Die letzte totale Mondfinsternis ereignete sich Anfang September des vergangenen Jahres. Damals war es Abend. Wer die partielle Verdeckung heuer beobachten möchte, muss früh dran sein – und den richtigen Ort wählen.

Der sichtbare Schatten ist ab 4.33 Uhr am Freitagmorgen zu sehen. Um 6.12 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt. Wie lange das Phänomen zu beobachten ist, hängt vom Standort ab. In München geht der Mond um 6.32 Uhr unter – je weiter westlich, desto später.

Wo kann man die Mondfinsternis in Franken gut beobachten?

Am besten lässt sich der Mond an einem dunklen Platz mit freier Sicht nach Westen beobachten, also im besten Fall ohne Bäume oder Gebäude am Horizont. Vorteilhaft sind außerdem erhöhte Plätze – entweder natürliche Anhöhen oder Gebäude. Gerade in Bayern empfehlen sich zudem sogenannte Dark-Sky-Orte als Beobachtungsbasen.

Besonders lohnend ist die Rhön, die seit 2014 als International Dark Sky Reserve gilt – bei klarem Nachthimmel bietet der Ort meist optimale Bedingungen. Ebenfalls gute Sicht bieten der Dillberg (Oberpfalz) sowie der Rothsee (Mittelfranken). 

Welchen Einfluss hat das Wetter auf die Sichtbarkeit der Mondfinsternis?

Nur wenn der westliche Himmel nicht von Wolken oder Schleiern betroffen ist, gibt es freie Sicht auf den Mond. Das lässt sich nicht ganz zuverlässig vorhersagen. Zumindest am Vorabend sollten Interessierte noch einmal den Wetterbericht prüfen.

Mondfinsternis beobachten: Welches Zubehör ist sinnvoll?

Eine Verdunkelungsbrille wie bei der Sonnenfinsternis braucht es nicht, dafür ist das vom Mond reflektierte Sonnenlicht zu schwach. Die Finsternis ist gut mit bloßem Auge zu sehen. Durch die sogenannte Mondtäuschung sieht der tief stehende Mond dabei außerdem besonders groß aus.

Hobbyfotografen können ihre Teleobjektive bereithalten, um den verdeckten Mond festzuhalten. Mit Smartphones sind natürlich ebenfalls Fotos möglich. Weil das Bild insgesamt allerdings dunkel geraten dürfte, verlängert die Fotografie-Software häufig die Belichtungszeit – die Folge sind verwackelte Bilder. Abhilfe können ein Stativ oder eine sonstige feste Standhilfe bieten.

Wann ist wieder eine vollständige Mondfinsternis zu sehen?

Am 31. Dezember 2028. Dann tritt die Finsternis am Abend ein und ist damit nicht nur für Frühaufsteher ein Phänomen, das sich gut beobachten lässt.

Vorschaubild: © Thomas Warnack/dpa