Kinder aus Bayern geraten in Alpen-Schneesturm - auf über 1600 Metern

1 Min

Aus einer Winterwanderung in den Bergen wird ein Notfall. Die Polizei kritisiert die mangelhafte Tourenplanung.

Elf Kinder und Jugendliche aus Bayern sind in Tirol von Bergrettern gerettet worden. Wie die österreichische Polizei am Dienstag (17. Februar 2026) bekanntgab, geriet die Gruppe zusammen mit zwei Betreuern am Vortag bei Reutte in einen Schneesturm. 

Die Betreuer im Alter von 20 und 21 Jahren hatten geplant, mit den Acht- bis 15-Jährigen zu einer Berghütte zu wandern und dort mehrere Tage zu bleiben, berichtete ein Alpinpolizist der Deutschen Presse-Agentur. Der Ausflug wurde von einem privaten Veranstalter organisiert.

Notruf am Abend - Rettung bis in die Nacht

Die Gruppe war zur Mittagszeit aufgebrochen. Wegen des schlechten Wetters und des Tiefschnees zog sich der Aufstieg länger als vorgesehen. Als sie am Abend nach mehr als fünf Stunden ihr Ziel noch nicht erreicht hatten, entschieden die Betreuer bei einer anderen, geschlossenen Hütte auf über 1600 Meter Höhe, die Wanderung abzubrechen und alarmierten die Rettungskräfte.

Bergretter brachten die Kinder und Jugendlichen sowie die 21-jährigen Betreuer mit Motorschlitten in Sicherheit. Die Rettungsaktion dauerte fast bis 23 Uhr.

Die Geretteten waren weder verletzt noch unterkühlt, erklärte die Polizei. Die Gruppe sei zwar gut ausgerüstet gewesen, doch die Wanderung sei unzureichend geplant worden, meinte der Alpinpolizist mit Bezug auf das Winterwetter.

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen 
Vorschaubild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa