Sie waren stark unterkühlt: Deutsches Brüderpaar in den Dolomiten gerettet

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Südtirol: Deutsches Brüderpaar in den Dolomiten gerettet
Die beiden Jugendlichen hatten Glück, dass sie schnell geborgen wurden.
Südtirol: Deutsches Brüderpaar in den Dolomiten gerettet
NA-DE/Pixabay

Bei einer riskanten Wanderung stranden zwei Brüder aus Deutschland in den Bergen Südtirols. Die Bergwacht bringt die unterkühlten Jungen ins Krankenhaus.

In Südtirol hat die Bergwacht mitten in der Nacht ein deutsches Brüderpaar gerettet, das in über 2.300 Metern Höhe allein an einer geschlossenen Berghütte gestrandet war. Die beiden 13 und 16 Jahre alten Jungen waren laut Angaben der Bergrettung mit ihren Eltern von Toblach aus zu einer Wanderung aufgebrochen.

Die Eltern kehrten jedoch nach einigen Stunden um und ließen die Kinder alleine weiterziehen. Gegen 1 Uhr ging ein Notruf ein, da die Jungen alleine vor der Bonnerhütte standen, die ihren Betrieb bereits eingestellt hatte. Die Bergwacht brachte die beiden ins Krankenhaus. Ein Sprecher der Bergrettung Pustertal erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Jungen nach einem Aufstieg von über 1.000 Höhenmetern aufgrund der Kälte in dieser Höhe erheblich unterkühlt waren.

Bergwacht rettet Teenager in Südtirol

Einer von ihnen musste sich übergeben. Inzwischen haben sie das Krankenhaus wieder verlassen. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Dolomiten" hatten die beiden während der Tour, die am Samstag begann, zwar Bergschuhe an, trugen jedoch keine passende Kleidung. Die Eltern hatten der Übernachtung auf der Hütte zugestimmt, da sie ihre Kinder für erfahren genug hielten. Offensichtlich wurden jedoch die Öffnungszeiten nicht überprüft. Die Bonnerhütte ist seit mehr als einer Woche geschlossen.

Sie wurde 1897 von der Alpenvereinssektion Bonn als Schutzhütte erbaut. Zur Herkunft der Familie machte die Bergwacht keine näheren Angaben. Der Sprecher der Bergrettung sprach von großem Leichtsinn. Er fügte hinzu: "Glücklicherweise kommt so etwas nur selten vor."