Wintersportler sterben bei Lawinenunglücken in Alpen - sechs Tote an einem Tag

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Französische Alpen
In den Alpen kam es am Wochenende zu mehreren Lawinenabgängen. Sechs Menschen verloren dabei ihr Leben.
Französische Alpen
Thomas Muncke (dpa)

Sechs Menschen sind am Wochenende bei Lawinenabgängen in den Alpen ums Leben gekommen. 

Zwei Männer sind infolge einer Lawine in den französischen Alpen bei einer Skitour ums Leben gekommen. Eine Untersuchung zur Klärung der Todesursache sei eingeleitet worden, teilte die Staatsanwältin in Gap, dem Verwaltungssitz des betroffenen Départements Hautes-Alpes, mit. Demnach ereignete sich der Vorfall am Samstagnachmittag (7. Februar 2026) in der Gemeinde Saint-Véran.

Die zwei Opfer - Jahrgang 1997 und 1991 - seien in einer Vierergruppe ohne Führung unterwegs gewesen, hieß es. Die beiden anderen Skifahrer seien unverletzt geblieben. "Es handelte sich um eine Lawine großen Ausmaßes", teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Der Lawinenabgang ereignete sich demnach auf einer Höhe von 2300 Metern. 

Sechs Tote und mehrere Verletzte bei Lawinenabgängen in den Alpen

Mehrere Menschen kamen in diesem Jahr bereits in verschiedenen Gebirgsmassiven der Alpen ums Leben. Erst am Freitag sind zwei Skifahrer bei einer Lawine in Südtirol ums Leben gekommen. Am Samstag gab es auch Tote und Verletzte bei Lawinenabgängen in Norditalien. In der Alpenregion Valtellina löste sich zunächst eine Lawine und erfasste drei Skitourengeher, zwei von ihnen kamen ums Leben. Im Trentino meldete die italienische Bergwacht zwei Lawinen mit jeweils einem Toten.

Bei dem ersten Vorfall im Trentino wurden zunächst vier Menschen vermisst. Nach einer großangelegten Such- und Rettungsaktion der Bergwacht konnten zwar alle vier gefunden werden, einer der zwei Verletzten erlag jedoch später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Auch im Aostatal an der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich gab es demnach einen Vorfall. Ein Lawinenabgang erfasste zwei Skitourengeher aus einer Gruppe von fünf Personen. Sie waren jedoch angemessen ausgerüstet und konnten sich aus den Schneemassen befreien.

Die Vorfälle ereigneten sich an einem Tag mit sehr hoher Lawinengefahr. Es galt am Samstag die Warnstufe drei auf der fünfteiligen europäischen Skala für Lawinengefahr. Die Lawinensituation in den Alpen sei angespannt, warnt der Deutsche Alpenverein schon seit Ende Januar. Davon zeugen auch die zahlreichen Lawinen-Unglücke der vergangenen Wochen. Allein an einem Wochenende im Januar haben acht Menschen ihr Leben verloren. lm/mit dpa