Molvenosee (Lago di Molveno): Kristallklarer Bergsee in den Brenta-Dolomiten
Der Molvenosee gilt als einer der schönsten Bergseen Italiens und macht diesem Ruf alle Ehre. Er liegt am Fuß der Brenta-Dolomiten und bietet dir ein Panorama, das fast kitschig schön wirkt: türkisblaues Wasser vor schroffen Gipfeln. Die Wasserqualität ist exzellent, der See wird regelmäßig als einer der saubersten Italiens ausgezeichnet.
Am Nordufer des Sees liegt der Ort Molveno, der sich auf Urlauber eingestellt hat, ohne überlaufen zu wirken. Du findest Promenaden, Spielplätze, Liegewiesen und Strandbereiche, die besonders für Familien attraktiv sind. Durch das klare, erfrischende Wasser wird der See im Sommer zu einem idealen Platz für alle, die Baden und Bergkulisse kombinieren möchten.
Der Molvenosee ist auch für Wander- und Outdoorfans ein Traum. Von hier aus starten zahlreiche Touren in die Brenta-Dolomiten, von gemütlichen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Bergwanderungen. Gleichzeitig kannst du Wassersport wie Stand-up-Paddling, Rudern oder einfach nur entspanntes Schwimmen in einer unvergleichlichen Bergkulisse genießen – ein perfekter Mix aus Aktivurlaub und Erholung.
Iseosee (Lago d'Iseo): Der ruhige „kleine Bruder“ des Gardasees
Der Iseosee liegt in der Lombardei, zwischen Brescia und Bergamo, und wird oft als ruhiger, authentischer "kleiner Bruder" des Gardasees bezeichnet. Hier dominieren kleine Fischerorte, gemütliche Promenaden und ein eher entspanntes Tempo. Du spürst sofort, dass der Tourismus hier sanfter und ursprünglicher geblieben ist.
Ein besonderes Highlight des Iseosees ist Monte Isola, die größte bewohnte Seeinsel Europas. Du erreichst sie bequem mit der Fähre und entdeckst eine Welt fast ohne Autos, mit engen Gassen, Aussichtspunkten und typischen Trattorien. Das macht den See besonders attraktiv für alle, die italienisches Flair abseits der großen Hotspots suchen.
Rund um den Iseosee findest du außerdem eine interessante Weinkultur, etwa in der bekannten Franciacorta-Weinregion unweit des Ufers. So lässt sich ein Badeurlaub wunderbar mit Weinverkostungen und kulinarischen Ausflügen verbinden. Wer den Gardasee liebt, es sich aber etwas ruhiger und genussvoller wünscht, wird am Iseosee sehr glücklich.
Caldonazzosee & Levicosee (Valsugana): Warme Badeseen mit Urlaubsfeeling
Im Valsugana, südöstlich von Trient, liegen der Caldonazzosee und der Levicosee, zwei echte Sommerklassiker für Familien und Wasserratten. Die Seen sind bekannt für ihr relativ warmes Badewasser, das oft früher in der Saison angenehme Temperaturen erreicht als andere Bergseen. Dadurch sind sie besonders beliebt für ausgedehnte Badeurlaube.
Am Caldonazzosee findest du mehrere Strandbäder, Liegewiesen und gut ausgestattete Campingplätze direkt am Ufer. Viele Bereiche bieten flache Einstiege, Spielplätze und Verleihstationen für Tretboote, SUPs oder Kajaks – perfekt, wenn du mit Kindern unterwegs bist. Der Levicosee wirkt etwas ruhiger und naturverbundener, mit einem besonders idyllischen Uferbereich.
Die Umgebung des Valsugana lädt zusätzlich zu Radtouren und Spaziergängen ein, zum Beispiel entlang des Radwegs, der das Tal durchzieht. So kannst du Bade- mit Aktivurlaub kombinieren, ohne weite Wege in Kauf nehmen zu müssen. Beide Seen sind eine tolle Option, wenn du klassisches Strandfeeling an einem See suchst, aber keine Lust auf überfüllte Uferpromenaden hast.
Idrosee (Lago d'Idro): Wilder Geheimtipp für Aktivurlauber
Der Idrosee liegt westlich des Gardasees und ist deutlich weniger bekannt als sein großer Nachbar. Genau das macht seinen Reiz aus: Er wirkt wilder, naturbelassener und weniger verbaut. Die Ufer sind vielerorts von Wäldern und Bergen eingerahmt, was dem See eine fast fjordartige Anmutung gibt.
Am Idrosee findest du vor allem kleinere Campingplätze, Ferienwohnungen und familiäre Unterkünfte, statt großer Hotelanlagen. Das Publikum besteht häufig aus Naturfreunden, Wassersportlern und Campern, die bewusst eine ruhigere Alternative suchen. Abends sitzt du oft direkt am Ufer und genießt die Stille und den Blick auf die Berge, statt an überfüllten Promenaden entlang zu schlendern.
Camping in Italien bleibt trotz steigender Preise äußerst beliebt. Insgesamt schaffen es 19 italienische Campingplätze in die Top 100 Europas, wobei viele davon mit mediterranem Flair und großzügigen Wasser- und Animationsangeboten punkten.
Besonders beliebt ist der See bei Windsurfern, Seglern und Kitesurfern, da der Wind hier häufig sehr günstig ist. Auch Wanderer und Mountainbiker kommen dank der umliegenden Berge voll auf ihre Kosten. Wenn du also Aktivurlaub mit viel Natur und wenig ChiChi suchst, ist der Idrosee ein echter Geheimtipp und eine hervorragende Alternative zum Gardasee.
Ortasee (Lago d'Orta): Romantischer Geheimtipp westlich des Lago Maggiore
Der Ortasee liegt westlich des Lago Maggiore im Piemont und gilt als einer der romantischsten Seen Norditaliens. Er ist deutlich kleiner als die bekannten oberitalienischen Seen und strahlt eine ruhige, fast verträumte Atmosphäre aus. Statt großer Resorts dominieren hier kleine Hotels, Pensionen und historische Ortskerne.
Der Lago Maggiore selbst bietet eine faszinierende Alternative zum Gardasee. Mit seiner Mischung aus mediterranem Flair und alpiner Kulisse vereint der "Langensee" zwischen Italien und der Schweiz Ruhe, Natur und Kultur in perfekter Harmonie und bietet gleichzeitig günstigere Preise als der überlaufene Gardasee.
Zentrum des Geschehens ist der Ort Orta San Giulio, der mit engen Gassen, Plätzen und historischen Häusern begeistert. Von hier siehst du auf die Insel San Giulio, die mit Booten erreichbar ist und ein besonders stimmungsvolles Ziel für einen Ausflug bietet. Gerade Paare und Ruhesuchende schätzen den Ortasee wegen seines romantischen Flairs und seiner Gelassenheit.
Am Ufer findest du kleine Badestellen, Spazierwege und Aussichtspunkte, von denen du wunderschöne Blicke über den See genießt. Der Ortasee eignet sich hervorragend, wenn du eine erholsame Alternative zu den großen, oft überlaufenen Seen suchst und Wert auf Atmosphäre, Kulinarik und Charme legst. Hier steht weniger der Trubel im Vordergrund, sondern das leise, intensive Erleben.
Vorschaubild: © Johanna Mages/inFranken.de