Weshalb Gold gerade so begehrt ist - und das kein gutes Zeichen ist

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frontal-Dokumentation - Gold. Macht. Gier.
Männerhände mit Arbeitshandschuhen sortieren Goldbarren in der Raffinerie Valcambi in der Schweiz.
ZDF/Florian Vlasek
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Die Doku begleitet den Unternehmer Klaus Eckhof nach Uganda.
ZDF/Florian Vlasek
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Objekt der Begierde: Für goldene Colliers wie hier in Dubai legen betuchte Kundinnen und Kunden gigantische Beträge auf den Tisch.
ZDF/Florian Vlasek
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Wie bei Dagobert: In der Schweizer Raffinerie Valcambi schichten sich die Goldbarren.
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Ökonom Kenneth Rogoff erklärt vor der Kulisse des Londoner Bankenviertels, was es mit dem Gold-Hype auf sich hat.
ZDF/Florian Vlasek
frontal-Dokumentation - Gold. Macht. Gier.
Zu Wort kommt auch die Wirtschaftsberaterin Judy Shelton, die unter anderem einen persönlichen Brief von Richard Nixon vorliest.
ZDF/Florian Vlasek
frontal-Dokumentation - Gold. Macht. Gier.
Handel auf dem Gold Souk in Dubai: Jeffrey Rhodes (rechts) kommt mit mit einem Geschäftsmann ins Gespräch.
ZDF/Florian Vlasek

Wertvoll, anziehend, umkämpft: Stets galt Gold als Symbol von Macht und Reichtum. Heute ist das Edelmetall weltweit begehrter denn je. Warum das so ist - und weshalb dies auch als Zeichen schwieriger Krisenzeiten betrachtet wird, erklärt nun eine "frontal"-Doku im Zweiten.

Es ist seit Jahrtausenden wertvolles Gut und universales Tauschmittel, fasziniert als anziehendes Objekt über Kulturen hinweg - und gilt weltweit als Symbol von Reichtum und Macht: Gold war und ist so begehrt wie umkämpft. Heute scheint das Edelmetall gefragter denn je, was sich im regelmäßig steigenden Goldpreis niederschlägt. Weshalb diese Entwicklung vor allem als Symptom unserer krisenhaften Zeiten verstanden werden sollte, erläutert nun die aktuelle "frontal"-Dokumentation "Gold. Macht. Gier." im Zweiten.

Der Film von Anna Feist umreißt, wie die ökonomische Krise samt der steigenden Verschuldung der Staaten sowie die Kriege in Nahost und der Ukraine für eine erhöhte Gold-Nachfrage sorgen. Der Grund ist seit Ewigkeiten derselbe: In Zeiten der Unsicherheit steht Gold für Konstanz, Verlässlichkeit und Planbarkeit. Allerdings: Waren die Währungen der Nationen um den Globus für gefühlte Ewigkeiten durch das Edelmetall gedeckt, sind sie es heute aufgrund der großen Staatsschulden nicht mehr.

Von Uganda über Dubai bis in die Schweiz

Zahlreiche Expertinnen und Experten erklären in der Doku die Mechanismen hinter dem Gold, das demzufolge laut Senderankündigung als "eine Art Fieberthermometer für die Krise im internationalen Finanzsystem" angesehen werde. Zu Wort kommen unter anderem der US-Ökonom und Harvard-Professor Kenneth Rogoff sowie die Wirtschaftsberaterin Judy Shelton, die einst für den Goldstandard kämpfte. In den 70er-Jahren kritisierte sie, dass Richard Nixon die direkte Bindung des Dollars an Gold aufhob - und erhielt sogar einen persönlichen Brief des damaligen US-Präsidenten, den sie in der Doku vorliest.

Zudem nimmt der Film die Zuschauer mit auf eine Reise an jene Orte, die für das Goldgeschäft wesentlich sind: von Ländern wie Uganda, in denen das Gold gefunden und abgebaut wird, über Umschlagsorte wie Dubai mit seiner "Gold Souk" genannten Meile voller Gold- und Schmuckläden, bis hin zu den europäischen Goldzentren wie der weltweit größten Goldraffinerie Valcambi in der Schweiz und dem Goldhandel im Londoner Bankenviertel.

frontal-Dokumentation: Gold. Macht. Gier. - Di. 28.07. - ZDF: 21.00 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst