Bei "Markus Lanz" fand Finnlands Ex-Ministerpräsidentin Sanna Marin deutliche Worte zur Sicherheitslage in Europa. Russland setze gezielt auf Einschüchterung und genau deshalb dürfe Europa jetzt nicht zögern. Marin plädierte für Geschlossenheit und eine konsequente Verteidigungsfähigkeit.
Bei "Markus Lanz" analysierten Gäste wie die frühere finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin die Sicherheitsarchitektur Finnlands. Dazu offenbarte Militärexpertin Claudia Major: "Es gibt eine gute Ausstattung mit Bunkern. Die Streitkräfte haben einen sehr starken Reservepool. Bei den einfachsten Sachen wird diese Resilienz, also diese Widerstandsfähigkeit, schon mitgedacht." Laut Major gebe es in der finnischen Bevölkerung "dieses Bewusstsein: im Endeffekt sind wir für unsere Sicherheit selbst verantwortlich".
Ex-Ministerpräsidentin Sanna Marin stimmte zu und erklärte, was die finnische Bevölkerung besonders geprägt habe: "Wir haben noch die kollektive Erinnerung an die Härten, die wir durchgemacht haben, aufgrund der Kriege gegen die Sowjetunion. Wir haben Land und Leben verloren und es gibt sehr viele traurige Geschichten in jeder finnischen Familie." Deswegen sei die Bereitschaft, dem Land zu dienen und das Land zu verteidigen, sehr groß" Marin ergänzte, dass Finnland trotzdem "nicht sicher" sei "ohne den Rest von Europa". Gerade deshalb sei für sie der NATO-Beitritt so wichtig gewesen - trotz massiver Warnungen seitens Russlands. "Russland will, dass wir Angst haben", so Marin.
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Quelle: teleschau – der mediendienst