Kandidat mit Geständnis: "Ich hab' den Dschungelvertrag gebrochen"

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Dschungelkandidat Stephen Dürr hat gestanden, gegen eine Regel von RTL verstoßen zu haben. In einem Video erklärt er den Hintergrund.

Am Freitag (23. Januar 2026) startet die neue Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (RTL). Mit dabei ist Schauspieler Stephen Dürr, der aus diversen Serien bekannt ist. Seine Teilnahme thematisiert er auch auf Instagram und riskierte am Freitag (16. Januar 2026) einen Shitstorm.

"Ich hab' den Dschungelvertrag gebrochen und es tut mir überhaupt nicht leid", sagt er ernst in die Kamera. Als die Anfrage für den Dschungel kam, habe er selbstverständlich mit seiner Familie darüber gesprochen - verbotenerweise aber auch mit einer Person außerhalb dieses Kreises. Es handelte sich um den befreundeten Youtuber Tana. Seit Ende 2025 lebt er nicht mehr.

Freund hätte Dürr nach Australien begleiten sollen - "werden dich nie vergessen"

Tana war für Dürr eine Person, "die anständig war, der ich vertrauen konnte, obwohl sie in diesem Medienzirkus auch einen Platz hatte", führt er fort. Er habe nur 15 Minuten entfernt von Dürr und seiner Familie gewohnt und beispielsweise die Teilnahme der Dürrs am "Sommerhaus der Stars" 2022 auf seinem Kanal thematisiert. "Wir haben ihn richtig lieb gewonnen", so der Vater zweier Töchter. Tana sollte Dürr nach Australien begleiten, lautete der Plan der Freunde.

Doch der Social-Media-Star litt an einem Hirntumor, an dem er mit unter 50 Jahren starb, erklärt Dürr. Im Netz hatte Tana seine Krankheit besprochen und seine Follower über die Entwicklungen informiert. Dürr widme mein Dschungelengagement seinem Freund. "Tana, wir werden Dich nie vergessen!", so sein Statement. In den Kommentaren finden sich etliche Herzen und liebevolle Worte über den Verstorbenen.

"Ich kann es immer noch nicht glauben, dass Tana nicht mehr da ist. Ich habe kurz vorher noch mit ihm geschrieben, er war so ein toller Mensch", schreibt eine Frau. "Tana war einer der liebenswertesten Menschen in Social Media. Und ich bin sicher, er wird Dir das ein oder andere Mal zur Seite stehen und lächeln", ist ebenfalls zu lesen. Außerhalb seiner Fangemeinde sehen die Gewinnchancen für Dürr allerdings nicht vielversprechend aus. Ein Vorab-Zuschauervoting zeigt, wie es um die Beliebtheit der Promis steht.

"Alle anderen wurden nicht gefragt": Stephen Dürr über Gil Ofarim im Dschungelcamp

Auch zu dem viel kritisierten Dschungel-Kandidaten Gil Ofarim äußerte sich Dürr auf Instagram. Der 51-jährige Schauspieler repostet in seinen Stories die Vorstellungen der einzelnen Promis von RTL. So auch von Gil Ofarim, was manchen Menschen wegen des Antisemitismus-Skandals missfiel. "Gil Ofarim ist jetzt nunmal ein Teil dieser Show und alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten wurden einfach vorher nicht gefragt und RTL hat einfach entschieden, dass wir uns mit der Personalie Gil Ofarim eben auseinandersetzen müssen", sagte er in einer Story.

Er habe die Frage erhalten, weshalb er den umstrittenen Sänger promote. "Mein Channel ist super klein, also Promotion würde ich das nicht nennen", entgegnet er. 25.000 Menschen folgen ihm. Die Promotion habe Ofarim sowieso schon, "ob sie gut ist, sei mal dahin gestellt", führte der Serienstar fort. Was die Gruppe letztlich im Dschungel aus der Zusammenstellung mache, "werden wir dann einfach sehen". Klar sei: "Es wird eine ganz schön spannende und vielleicht auch sehr harte Reise." Der RTL-Unterhaltungschef hat sich über die Teilnahme Ofarims geäußert und sieht in ihm "einen tollen Namen" für den Sender.

Für TV-Abenteuer hat Stephen Dürr bereits viel riskiert: So machte er in der Vergangenheit Schlagzeilen wegen gesundheitlich dramatischer Situationen. 2012 wurde er für das "TV total Turmspringen" fast querschnittsgelähmt.

Dreimetersprung scheiterte dramatisch - Dschungelcamp-Kandidat hat sich zurückgekämpft

Bei dem ProSieben-Format treten Prominente im Einzel- und Synchronspringen um den Sieg gegeneinander an. Dazu gehören Saltos, Schrauben, Bauchplatscher und auch Verletzungen. Wie unter anderem die Welt damals berichtete, ging der 50. Probensprung von Stephen Dürr schief. Demnach kam er vom Dreimeterbrett aus nicht mit den Händen, sondern mit der Stirn zuerst auf der Wasseroberfläche auf. Dabei verletzte er sich lebensbedrohlich: Er verrenkte sich den Halswirbel und wies im Krankenhaus Lähmungserscheinungen auf.

Der Vater zweier Töchter entging in dieser Zeit knapp einer Querschnittslähmung. Im Jahr 2020 war er sowohl als Regisseur als auch als Hauptdarsteller in seiner eigens entwickelten Serie "True North - Arctic Blizzard" tätig, wie RTL weiter über ihn schreibt. Während der Dreharbeiten in der norwegischen Arktis erlitt er bei extremen Minustemperaturen schwere Erfrierungen an beiden Füßen. Durch mehrere Operationen gelang es, eine Amputation seiner beiden großen Zehen zu verhindern. Wie Mitkandidatin Mirja du Mont, die sich aus Angststörungen gekämpft hat, hat Dürr nach überwundenen Lebenskrisen die neue Herausforderung angenommen und sagt: "Wählt mich gerne in die Dschungelprüfungen."

Hier wird er auch auf Realitystar Hubert Fella treffen, den inFranken.de bei einem Exklusiv-Interview gesprochen hat. Er will die Krone nach Unterfranken holen und kann von Tipps seines Ehemanns Matthias profitieren, der vor acht Jahren teilgenommen hatte. Dürr sieht die Kandidatur derweil als willkommene Auszeit von seinen Teenie-Töchtern, wie er RTL gegenüber angibt. Auch sagt er über sich: "Bei Ungerechtigkeit gehe ich in die Verteidigung, selbst auf die Gefahr hin, mir damit zu schaden." Alle teilnehmenden Promis findest du hier.

RTL ist für Dürr "der große Endgegner"

In seinem Vorstellungsvideo von RTL gibt er an, er habe sich mit Ausdauertraining auf das australische Camp vorbereitet - auch, wenn man dort hauptsächlich am Lagerfeuer "rumhänge". Auch mehr Wissen über die Sendung habe er sich angeeignet. "Aber vermutlich wird alles ganz überraschend kommen." Trotz seines Sprung-Unfalls wäre er am meisten motiviert bei Aufgaben aus Höhen und mit "tiefem Fall" - beispielsweise von einer Klippe. "Also diesen Thrill bitte!"

Außerdem sagt er: "Das Dschungelcamp ist ein Format, vor dem ich wirklich so krassen Respekt habe, weil man wirklich nicht weiß, wie sich das alles entwickeln kann." Die Produktion beziehungsweise der Sender selbst sei für ihn "der große Endgegner". 

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Vorschaubild: © Instagram @stephen_duerr vom 16. Januar 2026