Aktionszins ist an die Nutzung des Kontos geknüpft
Das Angebot hat eine weitere Besonderheit: Nach einer 30-tägigen Schonfrist ohne Bedingungen bleibt der Aktionszins laut Unternehmensangaben nur bestehen, wenn Kunden innerhalb von jeweils 30 Tagen mindestens drei Kartenzahlungen von jeweils mindestens fünf Euro durchführen.
Wer diese Voraussetzung nicht erfüllt, fällt auf den regulären Zinssatz zurück. Das bedeutet: Die 4,25 Prozent sind zwar ein Tagesgeldangebot, gleichzeitig ist das Angebot an die Nutzung des Revolut-Kontos gekoppelt.
Nach vier Monaten sinkt der Zinssatz auf 2,25 Prozent
Der hohe Zinssatz von 4,25 Prozent ist zudem kein dauerhaftes Angebot. Nach dem Aktionszeitraum gelten die jeweiligen regulären Konditionen des gewählten Revolut-Kontomodells. Der aktuell genannte variable Standardzins liegt je nach Höhe der Geldanlage bei zwischen 1,5 und 2,25 Prozent pro Jahr. Letzteres ist - wie eine Online-Recherche der Redaktion über diverse Vergleichsportale zeigt - aktuell ein sehr guter dauerhafter Zins.
Zum Vergleich: Weit vorn dabei bei Aktionszinsen ist etwa aktuell die Consorsbank mit 3,6 Prozent Aktionszins für 6 Monate. Die Volkswagenbank bietet 3,1 Prozent für 6 Monate. Gute dauerhafte Zinsen liegen zwischen 2 und 2,5 Prozent.
Bei regionalen Banken kann es sehr unterschiedlich sein: Die VR-Bank Niederbayern Oberpfalz zahlt etwa für 12 Monate Neukunden 2,27 Prozent. Für Bestandskunden sind es je nach Anlagesumme zwischen 0,05 und 1,0 Prozent. Bei der Sparda Ostbayern sind es pauschal nur 1,0 Prozent Tagesgeldzinsen. Die Sparda Bank Nürnberg bietet wiederum einen 4,0 Prozent Aktionszins befristet auf sechs Monate - aber hier ist das Sonderangebot an die Neueröffnung eines Girokontos geknüpft.
Lohnt sich das Tagesgeld-Angebot?
Für Sparer, die ohnehin ein neues Tagesgeldkonto suchen und mit den Bedingungen leben können, kann der Zinssatz nach einer ersten Einschätzung der Redaktion interessant sein. Für Sparer zeigt das Angebot aber vor allem eines: Beim Tagesgeld lohnt es sich, regelmäßig die Konditionen zu vergleichen.
Wer ausschließlich wegen der hohen Zinsen ein Tagesgeldkonto eröffnet, sollte deshalb nach Ablauf der vier Monate erneut vergleichen.
Wie viel Geld sollte ich als Notgroschen am Tagesgeldkonto haben?
Wie hoch die ideale Reserve sein sollte, hängt von den persönlichen Umständen ab. Für den normalen Zahlungsverkehr empfehlen Finanzberater, etwa ein Nettomonatsgehalt auf dem Konto verfügbar zu haben. Damit lassen sich laufende Kosten wie Miete, Lebensmittel und Rechnungen zuverlässig decken.
Zusätzlich gilt ein Puffer von zwei bis drei Nettomonatsgehältern - angelegt etwa auf einem Tagesgeldkonto - als sinnvolle Orientierung für einen Notgroschen. Damit lassen sich unter anderem eine teure Autoreparatur, ein defektes Haushaltsgerät oder andere ungeplante Ausgaben auffangen.