"Sie hatte Tränen in den Augen": Freund von Queen Elizabeth II. berichtet über emotionalen Moment

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Queen Elizabeth II
Die ZDF-Doku "Die Queen und ich" beleuchtet das Leben der verstorbenen Monarchin.
2020 Getty Images/Ben Stansall - WPA Pool
"Die Queen und ich"
Mehr als zwei Jahrzehnte beriet John Warren die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde. Über ihre Erfolge freuten sie sich gemeinsam - wie hier bei einem Pferderennen in Newbury, 2013.
ZDF/GettyImages / Max Mumby / Indigo

Der Pferderennsport war stets eine große Leidenschaft von Queen Elizabeth II. In der ZDF-Doku "Die Queen und ich" berichtet ihr guter Freund John Warren jetzt von einem besonders emotionalen Augenblick.

In dem Film wird sie als "die berühmteste Frau der Welt" vorgestellt. Daran habe sich auch mehr als drei Jahre nach ihrem Tod im stolzen Alter von 96 Jahren nichts geändert. Und dennoch ist nur wenig darüber bekannt, was Queen Elizabeth II. dachte, empfand, was sie bewegte und inspirierte. In der ZDF-Doku "Die Queen und ich" teilen erstmals enge Vertraute aus dem "Inner Circle" ihre Erinnerungen an die legendäre Monarchin und gewähren einen Einblick in ihr ereignisreiches Leben.

So beispielsweise ihr guter Freund, der Rennzuchtberater John Warren, der die Hintergründe zu Queen Elizabeths großer Leidenschaft kennt: dem Pferderennsport. Es ist ein Hobby, das die in London geborene Britin mit ihrem Vater teilte, der sie als Teenagerin in einen Rennstall mitgenommen hatte. Die Queen habe John Warren einst die Geschichte erzählt, wie sie dort einem Fohlen eine Karotte gab und vollkommen fasziniert von dem Tier gewesen sei.

"Als sie abends nach Hause kam, sagte sie zu ihrer Mutter: 'Ich wasche meine Hände nicht, denn ich habe heute dieses Fohlen berührt. Ich spüre noch immer seinen Schweiß an meinen Fingern'", berichtet John Warren. Die Begeisterung für den Pferderennsport war geweckt. Die Queen züchtete und besaß selbst zahlreiche Rennpferde, tüftelte regelmäßig mit John Warren darüber, wie sie erfolgreich sein könnten. Und das waren die Tiere der Queen durchaus ...

"Es waren sehr emotionale Minuten"

Mehr als zwei Jahrzehnte lang begleitete John Warren die Queen zu Pferderennen. So auch 2013, als Estimate, das wohl berühmteste Pferd von Elizabeth II., den prestigeträchtigen Ascot Gold Cup gewann. Ein Erfolg, der noch nie zuvor dem Pferd eines regierenden Monarchen gelungen war. John Warren erinnert sich an den glorreichen Tag in der ZDF-Doku.

In den Aufnahmen zu dem Rennen ist zu sehen, wie John Warren fast durchdreht, während Estimate zunächst überholt wird. Die Queen bleibt währenddessen ganz ruhig. Ihr Pferd holt letztlich doch noch den Sieg und die Monarchin jubelt: "Wir haben es geschafft!" John Warren erzählt von dem Augenblick, in dem die sonst eher selten Gefühle zeigende Queen mal ganz ausgelassen zu sehen war: "Sie hatte Tränen in den Augen. Es waren sehr emotionale Minuten."

Ihre ehemalige Privatsekretärin Samantha Cohen berichtet, dass ihre Hobbys einen maßgeblichen Anteil daran hatten, dass die Queen stets so stressfrei wirkte: "Sie hatte eine gesunde Work-Life-Balance und Freude an ihren Hobbys. Sie liebte Pferde und Pferderennen, sie liebte ihre Hunde und sie sah gerne fern. Also nahm sie sich Zeit dafür. Sie wirkte nie gestresst oder überfordert, weil sie diesen Ausgleich hatte."

Die komplette Doku "Die Queen und ich" ist am Donnerstag, 9. April, 20.15 Uhr, bei Arte und am Dienstag, 21. April, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen. Sie ist ab sofort in der ARTE-Mediathek und ab Freitag, 10. April, in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Quelle: teleschau – der mediendienst