"Schon eine Runde geheult": Gastgeberin startet planlos in das "perfekte Dinner"

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Das perfekte Dinner - Tag 3 im Ruhrgebiet
Die Erinnerungen an ihre Zeit in Amerika machen Katrin ganz emotional.
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Das perfekte Dinner - Tag 3 im Ruhrgebiet
Zu Ehren des amerikanischen Menüs von Katrin (Mitte) tragen Franzi, Gabriel, Tim und Maike (von links) Cowboyhüte.
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Das perfekte Dinner - Tag 3 im Ruhrgebiet
Pescetarierin Franzi (links) verzeiht Katrin, dass sie vor Aufregung Fleisch auf ihren Teller gelegt hat.
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Das perfekte Dinner - Tag 3 im Ruhrgebiet
Mit Pumpkin-Apfelstrudel endet der amerikanisch-deutsche Abend.
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Ein amerikanisch-deutsches Fusion-Menü erwartet die "Dinner"-Gäste an Tag 3 der Ruhrgebiet-Woche bei Katrin. Die hat sich sehr viel vorgenommen. Wie sich im Lauf des Abends herausstellt, sogar zu viel ...

"Hardcore nervös" öffnet Katrin (37) die Tür zu ihrem Haus in Holzwickede östlich von Dortmund, denn sie ist "maximal unvorbereitet" für ihr "perfektes Dinner". Zeit zum Probekochen hatte die Recruiterin nicht, das Menü muss trotzdem klappen: "Manche Sachen mache ich heute das erste Mal." Die Aufregung sinkt, als sie endlich mit den Vorbereitungen beginnt: "Ich habe heute Morgen ehrlicherweise schon eine Runde geheult."

Mit vier Jahren zog Katrin nach Amerika, "weil mein Papa war bei der Bundeswehr". Insgesamt hat sie schon 15 Umzüge in Amerika und Deutschland hinter sich. Zu vielen Freunden aus den USA hat sie noch Kontakt, zuletzt bei einem Treffen in Köln: "Da werde ich auch emotional. Das war einfach schön. Da fange ich richtig an zu heulen." Schnibbelhilfe Daniel (39) meint: "Das dauert manchmal bisschen länger, bis sie wieder fähig ist zu kochen." Doch Katrin hat sich schnell wieder gesammelt: "Nee, geht schon wieder." Zum Motto "Fusion aus amerikanischer und deutscher Hausmannskost" gibt es:

  • Vorspeise: Diner Sampler vs. Brotzeit - Buffalo Chicken, Ranch und Cracker / Mac'n'Cheese / Landbrot, Schinken und Bergkäse
  • Hauptspeise: Rolling Beef Burger / Laugen-Brioche-Buns / Potato Skin / Red Coleslaw
  • Nachspeise: Pumpkin-Strudel

"Tiefgestapelt" oder "chaotisch"? Gabriel (56) weiß noch nicht so recht, was ihn heute bei Katrin erwartet. "Viele einzelne Komponenten", erkennt Pescetarierin Franzi (25) sofort den Aufwand - vor allem, weil sie jeweils eine Fischvariante bekommt. "Wenn die das alles selber macht, das ist wirklich: Wow! Wow! Wow!"

Fauxpas beim Servieren

Kurz bevor die Gäste kommen, steigt Katrins Aufregung wieder. "Hilfe!", seufzt sie und will gar nicht weiter über ihren Gemütszustand nachdenken. "Ich fange sonst wieder an zu heulen." Das Zubereiten des Aperitifs soll ablenken. Als Katrin ihre Gäste - passend zum Motto - mit Cowboyhüten vor der Tür stehen sieht, kann sie wieder lachen.

"Alles in allem war es eine emotionale Achterbahn für mich", gesteht Katrin, bevor sie mit der Vorspeise beginnt. Vertüdelt legt sie für Franzi Schinken mit aufs Brettchen, doch der Fehler fällt ihr schnell auf. Buffalo Chicken Bite, Brotzeit und Mac'n'Cheese kommen gut an. Nur Maike (56) findet die Soße "zu scharf" und Franzi ihre Fischalternative "gar nicht gewürzt" und zu roh.

Lange Wartezeit und falsche Soße

Auf den Burger kommt statt eines Pattys eine Scheibe Rinderroulade. Bis die Gäste in den Genuss des Hauptgangs kommen, dauert es jedoch. Denn der Strudel fürs Dessert muss auch noch gerollt werden. "Boah! Entschuldigt, dass das so lange gedauert hat", schnauft Katrin um kurz nach 22 Uhr.

"Der Burger ist der Knaller", hat sich für Gabriel das Warten gelohnt. Dann fällt Katrin ein weiterer Fauxpas auf: "Franzi! Boah, bin ich doof! Ich hab die Soße bei dir mit drauf gemacht!" Die kann Franzi ohnehin nicht essen, weil ihr Fisch auf dem Burger "leider nicht durch" ist. Maikes Fazit: "Das war sehr kreativ, bestellen würde ich es mir so nicht."

Da Katrin Mitglied im Musical-Verein ist, bekommen die Gäste ein Lied vorgesungen, bevor der Pumpkin-Apfelstrudel serviert wird. "Ich danke noch mal für eure Geduld", setzt sich Katrin erleichtert an den Tisch. "Ist gut gelungen", schiebt Tim (38) gleich ein Lob hinterher. Aber: "War jetzt nicht so meins."

"Die Küche war heute ihr Lieblingsort", honoriert Tim die viele Arbeit. Franzi meint ebenfalls, "dass sie sich mit ihrem Menü ein wenig übernommen hat". Die 29 Punkte reichen nur für den vorerst letzten Platz.

Quelle: teleschau – der mediendienst