Rückkehr nach Nordholm

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Die verschwundene Familie (1)
Simon Kessler (Heino Ferch) ist zurück in Nordholm. Es geht um den Mord an einem Mann und seine verschwundene Familie.
ZDF / Gordon Timpen
Die verschwundene Familie (1)
Der Vater des kleinen Tom (Timo Hack) wurde ermordet, seine Mutter und Schwester sind verschwunden. Kommissar Simon Kessler (Heino Ferch) versucht, sie - und den Mörder - zu finden.
ZDF/Marion von der Mehden
Die verschwundene Familie (1)
Ulrike Hansen (Ulrike Kriener) und ihr Mann Gustav (Dietrich Hollinderbäumer) haben ihren Schwiegersohn verloren.
ZDF/Marion von der Mehden
Die verschwundene Familie (1)
Endlich haben sie einen Verdächtigen: Christensen (Barbara Auer) und ihr Kollege Nils Brandt (Rainer Strecker, Mitte) verhören Carsten Jung (Stephan Schad, links), der sich in Lügen verstrickt.
ZDF / Marion von der Mehden
Die verschwundene Familie (1)
Ermittlerin Hella Christensen (Barbara Auer) besucht ihre Freundin Silke Broder, deren Tochter im ersten "Nordholm"-Fall ermordet wurde. Sie weiß nicht, was sie tun soll.
ZDF / Marion von der Mehden
Die verschwundene Familie (1)
Warum möchte Tom (Timo Hack) nicht bei seiner Großmutter (Ulrike Kriener), der Mutter seiner Mutter, bleiben? Hat sie etwas zu verbergen?
ZDF / Gordon Timpen
Die verschwundene Familie (1)
Ulrike Hansen, die Mutter (Ulrike Kriener) der verschwundenen Anna Thomsen, ist misstrauisch: Sie traut ihrem Schwiegersohn das Verbrechen nicht zu. Aber was ist dann passiert?
ZDF / Gordon Timpen
Die verschwundene Familie (1)
Hella Christensen (Barbara Auer) verbindet ein persönliches Schicksal mit der verschwundenen Familie.
ZDF/Marion von der Mehden

In "Die verschwundene Familie" (2019) ermittelten Heino Ferch und Barbara Auer zum zweiten Mal gemeinsam im fiktiven Ostsee-Städchen Nordholm. 3sat wiederholt den Zweiteiler zur besten Sendezeit am Dienstag und Mittwoch im Rahmen des diesjährigen 3satKrimisommers.

Es war der zweite von bisher vier Fällen der ZDF-Krimireihe, die sich um das fiktive Ostseestädtchen Nordholm drehen. Und die Geschichte könnte grausiger und spannender kaum sein. Nachdem in "Tod eines Mädchens" (2015) ein 14-jähriges Mädchen ermordet wurde und sich eine örtliche Kommissarin sowie ein aus Kiel herbeigeeilter Ermittler an die Aufklärung des traurigen Falles machten, zeigt der nun im Rahmen des 3satKrimisommers wiederholte Zweiteiler "Die verschwundene Familie" von 2019, was später im hohen Norden passierte. 2020 folgte "Das Mädchen am Strand", 2023 "Die Frau im Meer".

In "Die verschwundene Familie" wird der Familienvater Jakob Thomsen (Hanno Friedrich) tot aufgefunden, seine Frau Anna (Bernadette Heerwagen) und Tochter Lilly (Zoë Malia Moon) sind verschwunden, nur Sohn Tom (Timo Hack) blieb unversehrt. Mord oder erweiterter Suizid? Erneut lässt sich der Regisseur - und diesmal auch Autor des Films - Thomas Berger viel Zeit für seine Kriminalgeschichte. Satte 180 Minuten nimmt er sich, Teil zwei ist am Mittwoch, 17. Juni, zu sehen. Wieder geben Barbara Auer als Hella Christensen und Heino Ferch als Simon Kessler das ungleiche Ermittler-Gespann. "Die meisten heutigen Fernsehkommissare haben viel Charisma, sind spezielle, oft gebrochene Typen mit einem Geheimnis. Heino Ferch spielt einen solchen Kommissar", analysierte Barbara Auer einst die Rollenverteilung. "Hella ist dagegen sehr normal, fast schon langweilig".

Also die typische Aufteilung, wie man sie aus dem deutschen TV-Krimi kennt - und auch diesmal knirscht es ordentlich zwischen den beiden Ermittlern, die im Fall des toten Vaters zusammenarbeiten müssen. Zumal Hella auch privat erneut in das Familiendrama verwickelt ist. Als Kollege Kessler herausfindet, was Hella ihm verschweigt, knallt es gewaltig zwischen den beiden. Überhaupt menschelt es hier allenthalben. "Wir wollen erzählen, welche Auswirkungen das Verbrechen auf Nordholm und seine Einwohner hat", erklärte Regisseur und Autor Thomas Berger seine Herangehensweise im Vorfeld der Erstausstrahlung des Krimidramas.

"Von der Normalität berührt"

Der Fall tritt angesichts all der zwischenmenschlichen Dramen, die sich hier abspielen, in den Hintergrund. Was nicht weiter stört, ist die Kriminalgeschichte doch ziemlich simpel gestrickt. Da helfen auch all die Fallstricke, über die der Zuschauer in den drei Filmstunden stolpern soll, wenig. Dass der erste Ausflug nach Nordholm, Anfang 2015, mit rund acht Millionen Zuschauern beim Publikum so gut ankam, lag auch damals schon nicht unbedingt an der kriminalistischen Knobelei. "Ich vermute, dass die Zuschauer von der Normalität dieses kleinen Ortes an der Ostsee und seiner Menschen berührt waren, einer kleinen, sehr überschaubaren Welt", meinte Barbara Auer rückblickend. Und Heino Ferch ergänzte: "Das Ganze ist sehr nah am realen Leben. Der Zuschauer kann sich damit identifizieren."

Genau das dürfte es auch bei "Die verschwundene Familie" gewesen sein, was die Zuschauerinnen und Zuschauer 2019 über doch sehr lange 180 Minuten bei der Stange hielt: dieser Blick in den Spiegel, nur eben ein klein wenig aufregender als im realen Leben. Und wieder stimmte die Quote: Bei der Erstausstrahlung des zweiten Zweiteilers der Reihe schalteten rund acht Millionen Menschen ein.

Nordholm-Fans dürfen sich freuen: Am Dienstag, 23. und Mittwoch, 24. Juni, 20.15 Uhr, wird auch der dritte Fall "Das Mädchen am Strand" im Rahmen des 3satKrimisommers ausgestrahlt.

Die verschwundene Familie (1) - Di. 16.06. - 3sat: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst