Eigentlich sollte es in Ralf Dümmels neuem SAT.1-Format um die titelgebende "Millionenidee" gehen. Dass am Ende Tränen, Schicksale und große Gefühle die Auftaktfolge prägten, lag an den bewegenden Geschichte der Teilnehmenden.
Ein "Löwe" abseits des Rudels: Kaum ist die neue Staffel von "Die Höhle der Löwen" fertig ausgestrahlt, sucht Ralf Dümmel am SAT.1-Vorabend nach der "Millionenidee". Und gleich in der ersten Ausgabe der neuen Gründershow "Die Millionenidee - mit Ralf Dümmel" (sonntags, 18.15 Uhr) erwarteten den Unternehmer große Gefühle.
Einer der knapp 6.600 Bewerber war Jerimo, der seine Idee von einer Wärmflasche mit Duftpad präsentierte. Als Dümmel den 19-Jährigen zu Hause besuchte, lernte er auch dessen Eltern kennen. "Das sind wahre Helden, die ihren Alltag meistern müssen", konstatierte Dümmel angesichts der Schicksale von Stefanie und Heino. Heino, ohnehin schwerhörig, musste eine "schlechte Diagnose vor ein paar Wochen" verkraften: einen bösartigen Gehirntumor, der ihn fast die komplette Sehfähigkeit eines Auges kostete. Dazu muss sich Jerimo "jeden Tag neue Sachen einfallen lassen", um den Alltag seiner taub-blinden Mutter zu vereinfachen.
Der Grund von Dümmels Besuch aber war Jerimos Idee. Der schrieb der Investor großes Potenzial zu, startete mit seinem Team aber "bei Null". Schließlich existierte noch nicht einmal ein Prototyp. Umso überraschter war Jerimo, als er vier Monate später beim Besuch in Dümmels Firmenzentrale nicht nur Logo und Produktname, sondern auch das fertige Produkt seiner Happy Hottys präsentiert bekam. "Es war nur eine Idee, die dann zur Skizze wurde, und jetzt ist es in meiner Hand", staunte der 19-Jährige über die "surreale" Erfahrung.
Mutter von Ideengeber liegt schluchzend in Ralf Dümmels Armen
Richtig ernst wurde es dann im Finale: Hatten Ralf Dümmel und sein Team auch in den Vertriebsverhandlungen mit Partner Lidl Erfolg? Nur, wenn der Supermarktriese mindestens 70.000 Bestellungen der neuartigen Duft-Wärmflasche getätigt hatte, würden Dümmel und Jerimo Geschäftspartner werden.
Als die Grafik der eingegangenen Order erst bei 100.282 stoppte, brachen besonders bei Mama Stefanie die Dämme. Herzzerreißend schluchzend landete sie im Arm von Ralf Dümmel und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Ich glaube, mein Puls war noch nie so hoch", freute sich Jerimo über den Erfolg und die 40.297,53 Euro für die Erstbestellung auf seinem Konto. Derweil bekannte Ralf Dümmel ob der großen Emotionen von Jerimos Familie: "Das war geschäftlich einer der bewegendsten Momente meines Lebens."
"Muss unwahrscheinlich viel arbeiten": "Einzelkämpfer" Matthias hofft auf Deal mit Ralf Dümmel
Bewegend, wenn auch nicht von Erfolg gekrönt, war Ralf Dümmels Begegnung mit Katrin und Matthias. Letzterer verdient seit 40 Jahren als Schuhmacher sein Geld. Mit seiner Idee, der individuell angepassten Schuhsohle Korki, hatte er bis dato "nur" Familienmitglieder begeistert. Mit Ralf Dümmels Hilfe wollte der 60-Jährige das "absolute Highlight in meiner Berufslaufbahn" nun zum Massenprodukt machen. An Überzeugung fehlte es dem Schuhmacher nicht: "Das ist nicht nur eine Millionenidee, sondern eine Milliardenidee."
Im Gespräch mit Ralf Dümmel zeigte sich Matthias dann aber von seiner verletzlichen Seite. "Das macht mit mir richtig was", honorierte er die Unterstützung des TV-Investors. Bis dato seien er und seine Frau "immer Einzelkämpfer gewesen". Um die hohen Mietkosten von Laden und Privatwohnung zu decken, müsse er "unwahrscheinlich viel arbeiten", erklärte Matthias.