Vor der Antwort erklärte die Kandidatin, sie habe mit 16 Jahren Günther Jauch bei einem Skisport-Event als Reporter gesehen und ihm zugerufen "Hallo Günther!" Darüber, dass er zurückgewunken hatte, habe sie sich zwar gefreut, doch heute wolle sie sich entschuldigen für das ungebetene Duzen, so Anna-Lena Spanier.
Der Zusatzjoker plädierte unsicher für den "Y-Stil". Unfreiwillig komisch verließen Jauch und die Kandidatin ihre Sitzplätze, um aus dem Stand die vier Varianten auszuprobieren und die wahrscheinlichste Variante herauszufiltern. Das gelang nicht, und Anna-Lena Spanier gab sich mit 10.000 Euro zufrieden. Immerhin konnte sie ihren Gewinn damit verdoppeln! Der H-Stil wäre gesucht gewesen.
Oberstudienrätin im Ruhestand erklärt ihr Erfolgsrezept
Ellen Zarghami aus Ostfriesland hatte bereits 16.000 Euro erspielt und opferte diese am Freitag für eine Chance auf drei Millionen Euro. "Dass Sie geistig so fit bleiben - nehmen Sie irgendwas?", fragte Jauch die Oberstudienrätin im Ruhestand. "Ich interessiere mich für alles, ich lese viel, gehe zur Schule und habe es mit jungen Leuten zu tun", erklärte die Kandidatin. Dazu käme Sport. Ein weiteres Erfolgsrezept verriet ihre mitgereiste Tochter: "Sie guckt den ganzen Tag Quizshows."
All das schien sich am Freitag bezahlt zu machen, denn Ellen Zarghami erreichte die 250.000-Euro-Marke: "Welche aus heutiger Sicht falsche Namensgebung geht auf den Franzosen Antoine Lavoisier zurück?" Wellensittich, Karneval, Sauerstoff, Amerika. Nachdem sie bereits alle vier Joker verbraucht hatte, entschied sich Ellen Zarghami, die 100.000 Euro nicht aufs Spiel zu setzen. Gut so, denn sie hätte "Amerika" gewählt. Korrekt aber wäre "Sauerstoff".
Kandidatin geknickt: "Da habe ich den zweiten Senker hingelegt"
Tamara Löchel aus Köln war in den Augen des Moderators "am Montag als Pechvogel gestartet", erspielte allerdings am ersten Abend der 3-Millionen-Woche 16.000 Euro. "Ihre 16.000 donnern jetzt runter auf null", erklärte Günther Jauch noch einmal die Sonderregeln des Finales, um sicherzugehen, dass die Kandidatin so nervös wie möglich wurde.
Trotz der Verunsicherungstaktik des Moderators landete Tamara Löchel auf der 10.000-Euro-Marke: "Zu welcher offiziellen Form des UNESCO-Kulturerbes gehören z.B. Capoeira aus Brasilien, Yoga aus Indien und die Rumba aus Kuba?" Virtuell, immateriell, spirituell, antibakteriell? Die Kandidatin dachte lange nach, bevor sie eine wagemtutige Entscheidung fällte: "Ich sage jetzt C, mache die Augen zu und hoffe, dass dann alle klatschen."
Jauch forderte alle, die von der Richtigkeit ihrer Antwort überzeugt waren, zum Applaus auf. Der fiel so verhalten aus, dass Tamara Löchel ahnte, was sie gleich aussprach: "Da habe ich den zweiten Senker hingelegt", kommentierte sie ihre zweite WWM-Pleite im zweiten Anlauf. Erst im April 2025 war die Kölnerin im RTL-Quiz auf null Euro gekracht. "Ich konnte zwei Wochen fast gar nichts machen. Ich habe nur geweint. Ich war nur im Bett", hatte sie am Montag bei ihrer Rückkehr auf den Ratestuhl gegenüber Moderator Günther Jauch bekannt.
Nun der nächste Absturz: Korrekt gewesen wäre "immateriell", nicht "spirituell". Mitleid hatte Tamara Löchel aber weniger mit sich selbst als mit ihrem mitgereisten Seelentröster, der hinter ihr saß: "Ich glaube, meinem Papa geht es schlechter als mir."
Quelle: teleschau – der mediendienst