"Natürlich blond" zwischen Grunge und Glamour: Elle Woods kehrt zurück - und das ist eine gute Nachricht

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"Elle" | Prime Video
Böses Erwachen: Elle (Lexi Minetree) muss aus ihrer glamourösen L.A.-Welt ausgerechnet nach Seattle umziehen.
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Ihre Nachfolgerin als Elle Woods hat Reese Witherspoon dem Vernehmen nach persönlich gecastet: Lexi Minetree ist eine echte Entdeckung.
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Elle (Lexi Minetree) macht nach dem Umzug nach Seattle harte Zeiten durch.
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Elle (Lexi Minetree, links) durchschaut noch jede Grunge-Fassade, auch die von Liz (Gabrielle Policano).
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Ihren neuen Spind-Nachbarn Dustin (Zac Looker) muss Elle (Lexi Minetree) erst noch von ihrem pinken Optimismus überzeugen.
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Seattle ist doch nicht so schlecht: Bei Miles (Jacob Moskovitz) wird Elle (Lexi Minetree) schnell schwach.
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Ihre Eltern Eva (June Diane Raphael) und Wyatt (Tom Everett Scott) schenken Elle (Lexi Minetree) noch eine rauschende "Sweet Sixteen"-Party, bevor der Umzugswagen kommt.
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Reese Witherspoon zieht die Strippen: Das "Natürlich blond"-Prequel zeigt, warum wir "Elle" noch immer dringend brauchen.

Eine waschechte Blondine mit Vorliebe für rosafarbene Porsches, eigenwillige Mode und Schoßhündchen zieht aus, um der Welt zu zeigen, dass sie mehr kann, als nur Papas Kreditkarte zu zücken: "Natürlich Blond" mit der unvergleichlichen Reese Witherspoon in der Titelrolle ist eine der ikonischsten Filmkomödien der 2000er-Jahre. Und weil im Streamingzeitalter vieles, was einmal erfolgreich war, eine zweite Chance bekommt, stöckelt Elle Woods ab 1. Juli bei Prime Video wieder los: "Elle" erzählt in acht Folgen von den Highschool-Jahren, die sie dort verbringen muss, wo die Farbe Pink völlig fehl am Platz ist. Doch ist das wirklich nötig?

Wer sich daran erinnert: Im Seattle der 1990er-Jahre hatte man mit farbiger Fröhlichkeit wirklich nicht viel am Hut. Elle Woods, die von der umwerfenden Neuentdeckung Lexi Minetree gespielt wird, muss trotzdem in die Hauptstadt des Grunge ziehen. Dorthin also, wo alles ein bisschen melancholischer und abgeranzter ist.

Farbtupfer im Nirvana-Land

Für Elle ist das natürlich ein Kulturschock, umso mehr, als dass die vom Weltschmerz gebeutelten Kids der neuen Schule ihren pinken Optimismus - anfangs nicht zu Unrecht - für leichtfertige Oberflächlichkeit halten. Doch unterschätzen sollte man die Blondine nicht.

Erstens ist Elle anpassungsfähig, und zweitens darf man ein großes Herz nicht für eine Schwäche halten. Also kämpft die herzensgute Teenagerin in einer recht archetypisch angelegten Highschool-Serie mit entwaffnender Fröhlichkeit dafür, dass Frauen nicht wegen ihres Geschlechts und ihrer Haarfarbe abgestempelt werden - und für den einen oder anderen Farbtupfer im Nirvana-Land.

Nicht zuletzt Reese Witherspoon, die als Produzentin im Hintergrund die Strippen zieht, sorgt dafür, dass diese Kernbotschaft von "Natürlich blond" weiter in die (ziemlich einfältige Männer-)Welt getragen wird. Nötig ist das nämlich leider auch 25 Jahre nach dem Kinostart noch. Und damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob es ein "Natürlich blond"-Prequel unbedingt gebraucht hat.

Quelle: teleschau – der mediendienst