Der legendäre Revolverheld Lucky Luke ist wieder da. In der gleichnamigen Disney+-Serie erlebt der Cowboy wieder zahlreiche Abenteuer. Wir stellen den Hauptdarsteller vor.
Er ist ein Loner, wie er im Westernbuche steht. Er ist mutig, unerschrocken, vor allem aber ist er schnell, wenn es in einem Duell um Leben und Tod darum geht, als erster den Revolver zu ziehen. Hierbei macht Lucky Luke niemand etwas vor, kann er doch schneller ziehen als sein eigener Schatten. In der neuen Serie "Lucky Luke" nach nachdem gleichnamigen belgischen Comic von Maurice De Bevere erleben der Revolverheld und sein treuer Begleiter, Schimmel Jolly Jumper, ein neues Abenteuer. Was wiederum heißt: Nicht nur der Stoff, auch der unerschrockene Cowboy erscheint in der französischen Produktion, die ab 23. März bei Disney+ zu sehen ist, in neuem Gewand.
Schon mehrfach wurde Lucky Luke von Schauspielern aus Fleisch und Blut Leben verkörpert. 1991, acht Jahre nach dem Start der Zeichentrickserie "Lucky Luke", spielte Terence Hill im gleichnamigen Kinofilm den Revolverhelden. Der Erfolg der Westernkomödie hatte eine Realfilm-Serie nach sich gezogen, die ebenfalls mit Hill besetzt war.
Weniger erfolgreich war dagegen der französische Kinofilm "Die Daltons gegen Lucky Luke" (2004), der nun die Dalton-Brüder, ihres Zeichens Banditen und Bankräuber, in den Mittelpunkt der Handlung stellte. Lucky Luke selbst und mit ihm sein Darsteller Til Schweiger spielten die zweite Geige - auch das mag den Flop des Films erklären.
In französischer Hand blieb auch die Verfilmung von 2009. Nun hatte Jean Dujardin als Lucky Luke für Recht und Ordnung zu sorgen - was der spätere Oscar-Gewinner darstellerisch ähnlich überdreht und augenzwinkernd übersetzte wie in der Agenten-Parodie "OSS 117 - Der Spion, der sich liebte" (2009) und der Stummfilm-Hommage "The Artist" (2011).
Wer ist der neue "Lucky Lucke"-Darsteller?
Als Alban Lenoir die berühmte Rolle für die neue Serie "Lucky Luke" übernahm, trat er also ein schweres Erbe an. In Deutschland hat sich der französische Schauspieler bislang kaum einen Namen machen können, woran die etlichen Kino- und TV-Produktionen nichts ändern konnten, in denen er mitwirkte.
Lenoir - er wollte schon als Kind Actionstar werden, nachdem er "Bloodsport" mit Jean-Claude Van Damme gesehen hatte - machte sich zunächst als Stuntman einen Namen. In den Actionkrachern "96 Hours" (2008), "Point Blank" (2010) oder "Die Logan Verschwörung" (2012) sprang er ein, wenn es für die Schauspieler, Liam Neeson und Co., zu brenzlig wurde.
Parallel dazu war Lenoir in diversen kleinen Rollen zu sehen, die kaum mehr als Komparsen-Gewicht hatten. In "96 Hours" spielte er einen Sicherheitsbeamten, in Jonathan Demmes Thriller "Die Wahrheit über Charlie" einen Skinhead und in dem französischen Action-Thriller "Cash Truck" ein Mitglied eines Überfallkommandos.