"Mit Verpackung gewogen?" - "Bares für Rares"-Händler schütteln nach XXL-Gebot den Kopf

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"Bares für Rares"
In der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" (Bild: Wolfgang Pauritsch, links, und Julian Schmitz-Avila) sorgten zwei besonders hübschen Silberschalen für jede Menge Aufsehen.
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Verkäuferin Verena war mit Sohn Julian (rechts) zu "Bares für Rares" angereist. Expertin Bianca Berding (links) und Moderator Horst Lichter konnten sich für ihr Objekt begeistern.
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Die auffällige Muschelform der Schalen hatte einen kunsthistorischen Hintergrund.
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Kleine Silbermuscheln hatten es den Händlern bei "Bares für Rares" ganz schön angetan. Doch das erste Gebot lieferte dann einen echten Überraschungsmoment ...

Bei "Bares für Rares" sorgten am Mittwoch zwei bezaubernde Silbermuscheln für große Begeisterung. Doch ein Händler legte gleich zu Beginn ein überraschend hohes Gebot vor. Die Verkäuferin wollte auf die Knie fallen, die Händler-Kollegen blieben ratlos zurück ...

Ausnehmend schön waren die Schalen aber fraglos. "Sind die nicht bezaubernd?", schwärmte Expertin Bianca Berding beim Anblick der Silberobjekte. Moderator Horst Lichter erkannte sofort, worum es sich handelte: "Das sind wunderbare Salieren." In den muschelförmigen Schalen konnte er sich "schön geschöpftes Meersalz" vorstellen. Die Expertin ebenso: "Meersalz ist das Beste, da hast du recht."

"Salz ist lecker, Salz ist gesund und war eine Weltwährung", wusste der ehemalige TV-Koch Lichter. Dann erzählte Verena aus Mannheim, dass die Schmuckstücke aus dem Besitz ihrer englischen Urgroßmutter stammten. Die Verkäuferin war mit Sohn Julian zur Aufzeichnung angereist.

"Bares für Rares"-Händler schwärmen: "Oh, die sind aber wunderschön"

Die Muschelform erinnerte sie Bianca Berding an eine Jakobsmuschel, die als traditionelles Erkennungszeichen für Pilger diente, wie die Expertin ausführte. Ein Blick auf die Punzierung verriet ihr mehr über die Herkunft der Stücke: Sie bestanden aus 925er-Silber und wurden 1896 in Birmingham gefertigt.

Da die kleinen Silberobjekte maschinell gefertigt worden waren, fiel die Preisvorstellung der Verkäuferin moderat aus: 100 bis 120 Euro. Auch Berding schätzte bei einem Materialwert von lediglich 54 Euro insgesamt auf 100 bis 150 Euro. Die Expertin honorierte, dass die Antiquitäten im passenden Original-Etui aufbewahrt worden waren.

Weiter ging's im Händlerraum. "Oh, die sind aber wunderschön", schwärmte Elke Velten, als sie die Schatulle öffnete. Auch die übrigen Händler zeigten sich sofort begeistert. Dann gab Julian Schmitz-Avila ein erstes Gebot für die "zauberhaften Salieren" ab - deutlich über der Schätzung.

"Anscheinend hat Julian die Salieren samt Verpackung gewogen"

Als Schmitz-Avila 350 Euro aufrief, waren seine Mitstreiter sichtlich überrascht. "Wow, jetzt hast du einen rausgehauen", staunte Wolfgang Pauritsch. Schmitz-Avila ließ sich nicht beirren: "Die gefallen mir eben sehr gut." Er wisse aus eigener Erfahrung, dass sich solche Salieren gut verkaufen ließen.

"Anscheinend hat Julian die Salieren samt Verpackung gewogen und kam so auf seinen Preis", scherzte Markus Wildhagen, der angesichts des hohen Starts nicht mehr mitbieten wollte. Schmitz-Avila blieb bei seiner eigenen Einschätzung und Preisfindung: "Ich stehe zu meinem Gebot, denn die sind wirklich hübsch."

"Oh Mann", schüttelte Walter Lehnertz ungläubig den Kopf. Auch Pauritsch hätte die Salieren gerne ergattert, hätte sich aber einen niedrigeren Einstieg gewünscht. Die Verkäuferin sah das anders. "Sehr angenehm", fand sie das stolze Gebot und erteilte ohne lange zu überlegen den Zuschlag: "Bei 350 Euro falle ich auf die Knie."

"Das war ein One-Hit-Wonder", lachte Pauritsch nach dem schnellen Verkauf und witzelte: "Jetzt muss ich noch mal den Stempel checken, denn vielleicht ist es ja 750er-Gold." Schmitz-Avila schmunzelte still über den kleinen Seitenhieb.

Quelle: teleschau – der mediendienst