Was sind die kultigsten Kindersendungen Deutschlands?
Wie entsteht überhaupt Kultfernsehen? Nun, dazu muss ein Format lange laufen und im Rückblick besondere Figuren sowie Erzählformen aufweisen, die unverwechselbar sind oder waren. Formate wie "Die Sendung mit der Maus" (seit 1971), "Unser Sandännchen" (seit 1959), "Löwenzahn" (seit 1981), "Sesamstraße" (dt. Fassung seit 1973), "1, 2 oder 3" (seit 1977) oder "Die Biene Maja" (dt. Version seit 196/77) sind nicht deshalb Kult, weil sie spektakulär waren, sondern weil sie sehr klar, wiederholbar und verlässlich funktionieren.
Die Maus erklärt, das Sandmännchen beruhigt, die Sesamstraße verbindet Lernen mit Figurencharme und Löwenzahn macht Neugier zum Prinzip. Gerade diese Mischung aus Wiederholung und kleinen Variationen macht diese Kultsendungen für Kinder verständlich und für Erwachsene erinnerbar.
Was schauten die Kommissare, als sie klein waren?
Schauspieler Dietmar Bär kam 1961 in Dortmund zur Welt. Über seine TV-Erfahrungen als Kind sagt der Karl May-Fan: "Am Sonntagnachmittag verschwand man natürlich in der 'Augsburger Puppenkiste'. Ein Straßenfeger für Träger von kurzen Hosen war damals auch: 'Sport-Spiel-Spannung', eine regelrechte Show für Kinder und Jugendliche mit dem Schülerquiz 'Zwei aus einer Klasse', Filmausschnitten von Disney & Co. und Berichten aus der Welt des Sports, moderiert von dem großen Kollegen Klaus Havenstein!"
Auch sein Kollege Klaus J. Behrendt, 1960 in Hamm geboren, äußert sich zu seiner frühen Fernseh-Sozialisation: "Meine Helden kamen aus dem Schwarzweiß-Fernseher - Cowboyhut, Taucherflossen, vier Pfoten. Mit 'Bonanza', 'Flipper" und 'Lassie' habe ich Abenteuer, Mut und Treue erlebt - und genau das trage ich bis heute in mir."
Wie geht es beim Kölner "Tatort" weiter?
Drei weitere Fälle mit Ballauf und Schenk sind abgedreht oder in Arbeit. Der nächste "Tatort: Die letzten Menschen von Köln" (Folge 96) erzählt vom Ausnahmezustand in der Stadt wegen der Bergung einer Weltkriegsbombe. Ballauf und Schenk müssen innerhalb dieses Szenarios den Mord an einem Berufsschullehrer aufklären, der mit einem Jagdmesser getötet wurde. Gedreht wurde unter anderem in einem Atombunker in Köln-Kalk. Mit diesem Kölner "Tatort" ist definitiv noch 2026 zu rechnen.
Es folgt der "Tatort: Die guten Leute" (Folge 97) über den Raubmord in einer Bio-Bäckerei: Ein junger Geselle liegt erschlagen in der Backstube, im Büro fehlen 20.000 Euro. Eigentlich ist die Bäckerei ein Familienunternehmen im besten Sinne - doch der Schein trügt offenbar.
Um den Jahreswechsel 2025/26 entstand sogar bereits Fall 98 mit dem Arbeitstitel "Tatort: Der Glücklichmacher": Im Kölner Villenviertel Hahnwald wird darin ein ehemaliger Modefürst und Lebemann der Upper Class tot im Wald aufgefunden. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kommissare auf eine zerrüttete Familie, die sich schon vor Jahren von ihm abgewandt hat. Dieser Film wird erst 2027 im Programm auftauchen.
Quelle: teleschau – der mediendienst