Stirbt das lineare Fernsehen aus? Eine neue Erhebung der AGF scheint darauf hinzudeuten. Demnach hat sich die Anzahl der 14- bis 49-Jährigen, die 2025 klassisch den Fernseher anschaltete, im Vergleich zu 2020 halbiert.
14- bis 49-Jährige schauen immer weniger lineares Fernsehen. Vor zehn Jahren saßen Mitglieder dieser wichtigen Zielgruppe noch rund drei Stunden täglich vor dem Fernseher. Heutzutage beläuft sich die durchschnittlich mit dem klassischen Fernsehprogramm verbachte Zeit auf gerade mal noch 67 Minuten. Vor fünf Jahren, 2020, belief sich diese Durchschnittsdauer auf 137 Minuten. Sie hat sich innerhalb von fünf Jahren also halbiert.
Schien die Welt für das Linear-TV 2015 noch in Ordnung, ließ das Interesse der 14- bis 49-Jährigen seitdem stetig nach. Bezieht man Menschen jeden Alters in die Gleichung mit ein, gab es immerhin bis 2021 einen stabilen Durchschnittswert von mehr als 200 Minuten. 2011 ist mit 225 Minuten das Rekordjahr, gerechnet ab 2002, doch der Wert des Jahres 2021 liegt mit 213 Minunten nicht allzu weit darunter. 2025 jedoch sind es bereits nur noch durchschnittlich 158 Minuten.
"Der Rückgang ist Ausdruck eines insgesamt sich immer dynamischer fragmentierenden Medienmarktes", erklärt die AGF in einer Einschätzung - sieht also nicht explizit nur den Ausbau von Streamingangeboten als Ursache für die Negativentwicklung. Manche Zielgruppen würden außerdem komplett neue Medienschwerpunkte "wie Social Media oder auch Gaming" setzen. Die besten Ergebnisse erzielt lineares Fernsehen demnach dort, "wo Inhalte Aktualität, Orientierung und Ereignischarakter besitzen".
Quelle: teleschau – der mediendienst