Die Demokraten haben die Zwischenwahlen in den USA klar für sich entschieden. Wie es nun weitergehen könnte, erklären am Mittwochabend die Gäste bei Sandra Maischberger in der ARD.
Er habe mit einem Wahlsieg der Demokraten gerechnet, "aber nicht in der Höhe", sagt Schauspieler Hannes Jaenicke am Mittwochabend bei Sandra Maischberger in der ARD. Dort unterhalten sich die Gäste an diesem Abend über das Ergebnis der Midterms in den USA, die die Demokraten klar für sich entschieden haben.
Sie haben die Mehrheit in den beiden Kammern des US-Kongresses, also dem Repräsentantenhaus und dem Senat. "Die Versuche, die amerikanische Demokratie in eine Autokratie umzuwandeln, waren da", analysiert der Journalist Markus Feldenkirchen. Aber: "Amerika hat sich als lebendige Demokratie erwiesen", fügt er hinzu.
Der ehemalige Trump-Berater John Bolton wird während der Sendung aus Washington zugeschaltet. Trump habe am Wahlabend auf ihn enttäuscht gewirkt, sagt Bolton. Die Bürger der USA hätten Trump ein schlechtes Zeugnis erteilt, gibt er zu. Doch ein Wahlsieg der Demokraten sei das nicht gewesen. Er selbst habe keinen Trump-Vertrauten gewählt, sondern "einen echten Republikaner".
Hannes Jaenicke: "Er wird sich jetzt erst mal um die Bauwerke kümmern"
Trump habe nun die Möglichkeit, mit Dekreten zu regieren, sagt Bolton. Das hatte der US-Präsident schon am Wahlabend angedroht. Am Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit hatte Trump dann auf seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahldebakel der Republikaner auf einer Pressekonferenz vor allem seinen Ballsaal gelobt, besser gesagt das Dach. Das sei drohnen- und kugelsicher, sagte Trump. Mehrere Hubschrauber könnten darauf landen. Nebeneinander.
Hannes Jaenicke hat zugeschaut. Bei Maischberger analysiert er: "Er wird sich jetzt erst mal um die Bauwerke kümmern. Er hat eine große Pressekonferenz gegeben, da spricht er nur über die Ornamente seines Ballsaals, über seinen Triumphbogen. Er wird sich jetzt erst mal damit beschäftigen, sich selbst Denkmäler zu setzen, die der Steuerzahler bezahlt."
Auch Karl-Theodor zu Guttenberg ist über die Höhe des Wahlsieges der Demokraten überrascht. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister hat sich die USA als seine zweite Heimat gewählt. "Man hat diesen Stimmungsumschwung greifen können, insbesondere auch diesen Erfolg der Thematik Korruption. Und damit habe ich die letzten Wochen nicht gerechnet, dass das so viel Zugkraft entwickeln würde", gibt zu Guttenberg zu.
Karl-Theodor zu Guttenberg: "Es war eine Wahl gegen Trump"
Auch Jaenicke hatte zuvor die Kleptokratie beklagt, die der Familie von Trump in den letzten Jahren sehr hohe Gewinne beschert habe. Amerikaner bewunderten Menschen, die Geld verdienten, die den Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär schafften. Korruption lehnten sie ab.