Staffel 11 von "Kitchen Impossible" auf VOX startet gleich mit einer Katastrophe. Ob die Jury überhaupt was zum Verkosten bekommt? Bei Tim Mälzers erster Challenge läuft so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann ...
Selten trifft Tim Mälzer am "Kitchen Impossible"-Tisch auf "komplette Rookies", doch mit Johannes "Jo" Riffelmacher und Thomas "Cozy" Kosikowski aus dem Hamburger Restaurant "Salt & Silver" hat er zwei kulinarische Quereinsteiger zum Duell eingeladen. Die gemeinsame Reise zum Auftakt der elften Staffel beginnt in Lissabon. Am Hafen kredenzen die beiden ihre legendäre Cevice zum Genuss bei Sonnenuntergang. "Es gab kein perfekteres Gericht in diesem Moment", genießt Tim Mälzer die Stimmung. "Einer der schönsten Momente, die ich bei 'Kitchen Impossible' je hatte."
Dann trennen sich die Wege. Im Landesinneren in Vila Alva wartet Mälzers Challenge. Vier ältere Herren begrüßen den Koch mit einem portugiesischen Lied. "Das war richtig, richtig schön", fühlt sich Mälzer ganz beseelt. "Wie schön ist eigentlich mein Leben? Ich darf mit Menschen, die ich mag, unterwegs sein. Nichts war fake. Das war sehr, sehr, sehr real und ich war sehr berührt."
Mälzer kocht unter Schmerzen
Die schwarze Box zerstört den Wohlfühlmoment. Mälzers erster Schnuppereindruck von "wohlig, vertraut, warm" wird nach dem Öffnen des Deckels zu ratloser Stille. "Der seltsamste Pilz, den ich je hatte" ist tatsächlich ein Fisch. "Eine wohlige Mantschepantsche." Das traditionelle Gericht Migas de Bacalhau, ein Mix aus Kabeljau-Köpfen, Kabeljau-Innereien und Brotmasse, das auf offenem Feuer gekocht wird, erfordert laut Originalkoch Leopoldo Garcia Calhau "viel Geduld". Emotionale Küche - genau Mälzers Ding.
Doch sein Kochtag fängt schon schlecht an und soll katastrophal enden. Morgens auf dem Fischmarkt herrscht gähnende Leere - hoffentlich hat der Originalkoch alle Zutaten parat. Dann inspiziert Mälzer seine Kochstelle: ein offenes Feuer anstatt einem Herd. Nach dem Heben des schweren Wassertopfes fährt ihm der Schmerz in den Rücken. Mälzer stöhnt: "Das ist, als ob man mir grad so einen Schaschlik-Spieß da hinten reinjagt."
Das hatte er das letzte Mal vor zehn Jahren, ebenfalls im Rahmen von "Kitchen Impossible": "Den Schmerz kenne ich. Das ist entweder Bandscheibe oder Hexenschuss." Die Laune sinkt in den Keller: "Ich hatte grade so viel Spaß und jetzt habe ich grade Schmerzen." Hilft nichts, Zähne zusammenbeißen.
"Habe ich so auch noch nicht erlebt"
Klingt schon schlimm, geht aber noch schlimmer: Mit schmerzverzerrtem Gesicht bittet Mälzer den Originalkoch, den Topf auf dem Feuer zu drehen. Doch der lässt den heißen Topf fallen und verschüttet die halbe Fischsuppe auf dem Boden. "Dem war das so unangenehm", leidet Mälzer mit, als Leopoldo zu retten versucht, was noch zu retten ist.
"Dass man mein Essen wegschüttet, das habe ich so auch noch nicht erlebt." Er tröstet den Koch: "Solche Dinge passieren. So wichtig ist das Essen auch nicht, dass ich jetzt sauer deswegen bin." Trotz des Malheurs entscheidet er das Portugal-Duell mit 7,0 Punkten für sich. Denn seine Konkurrenten können in Ericeira mit einer Caldeirada und einem Frankensteinkuchen nur 6,4 Punkte erkochen.