Machtaufteilung zwischen den USA und China: Was die Neo-Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, als Chance für neue Kooperationen zwischen Europa und Afrika präsentiert hatte, überzeugte Journalistin Melanie Amann ganz und gar nicht: "Es funktioniert in der Praxis nicht!"
Es liege nicht an Annalena Baerbock, soviel wollte Journalistin Melanie Amann gleich zu Beginn ihrer Kritik klarmachen. Dennoch konnte sie die Aussagen der aus New York zugeschalteten Präsidentin der UN-Vollversammlung nicht so stehen lassen. "Das ist graue Theorie", zerpflückte sie deren Versuch, die neue Aufteilung der Weltordnung zwischen China und den USA als eine "Chance für neue Kooperationen zwischen Europa und Afrika" zu verkaufen. Ihrer Meinung nach könne man nicht verhindern, nur in der Beobachterrolle zu verharren.
Der Ansatz von Baerbock, Bündnisse zu knüpfen, sei zwar gut gemeint, aber: "Es funktioniert nicht und hat in der Praxis keinen Einfluss", konnte sie der Appell der ehemaligen deutschen Außenministerin nicht überzeugen. "Es ist traurig, aber für mich haben die Vereinten Nationen an Glaubwürdigkeit verloren", zeigte sie sich enttäuscht und nannte den Israel-Gaza-Konflikt als Beispiel. Überhaupt hätte es Europa mit einem Weißen Haus zu tun, wo die Administration die Europäer nur als "weinsüffelnde Besserwisser, die auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler die Beine hochlegen in der mediterranen Sonne" verachte. "Wir werden nicht ernst genommen als Verhandlungspartner, das muss man anerkennen", lautete ihr ernüchterndes Fazit.
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Quelle: teleschau – der mediendienst