Bei "3nach9" teilte Sterne-Koch Alexander Herrmann Erinnerungen und Schnappschüsse aus seiner Kindheit. Obendrein verriet der "The Taste"-Juror, wie er in jungen Jahren bereits kleine Vermögen verdiente - und wofür er das Geld letztlich ausgab.
Groß wurde er einem Hotel, erzählte Alexander Herrmann in der Radio-Bremen-Talkshow "3nach9". Er bewohnte - wie seine Eltern - ein Zimmer des Hauses. Eine eigene Küche oder ein Wohnzimmer hatte die Familie indes nicht. Vielmehr sei er Teil des Betriebes gewesen.
So verriet der Sternekoch unter anderem, wie er früh mit anpacken musste - etwa als Kofferträger - und welche Tricks er anwandte, um an reichlich Trinkgeld zu kommen: "In der Richard-Wagner-Festspielzeit, wenn internationale Gäste immer für Bayreuth angereist sind, habe ich Koffer getragen", erinnert er sich. "Wenn du die schweren Koffer der Damen trägst", so Herrmann, sei es wichtig gewesen, beim Absetzen einmal leicht zu stöhnen. In der Folge hätten besagte Damen den sie jeweils begleitenden Mann mitleidig angeschaut, "dass er mir fünf Mark Trinkgeld gibt".
Auf diese Weise habe er im Laufe eines Festspielmonats schließlich "zwischen 300 und 400 Mark" verdient. Davon konnte er sich Dinge kaufen, die nicht sonderlich pädagogisch wertvoll waren: "Ninja-Wurfsterne, ein 'Rambo'-Überlebensmesser." Von diesem "Vermögen" habe sein "Staat", also die Familie, nichts gewusst. Allerdings hatte er auf diese Weise die Freiheit, sich seine kleinen Träume zu erfüllen.
Quelle: teleschau – der mediendienst