"Neuer Blick" auf ein altes Monster

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Steven Spielberg, Hollywoods ewiges Wunderkind
Der heutige Kultregisseur war erst 28 Jahre alt, als "Der weiße Hai" ins Kino kam. Das Porträt "Steven Spielberg, Hollywoods ewiges Wunderkind" geht unter anderem der Frage nach, inwieweit der Filmemacher mit dem Tierhorror auch seine eigenen Ängste verarbeitete.
Ellis Films/ARTE
"Der weiße Hai", Kultfilm mit Biss
"Der weiße Hai" entstand unter teils chaotischen Umständen.
Dick Yarwood/Newsday/Getty Images/ARTE
"Der weiße Hai", Kultfilm mit Biss
Die ARTE-Doku "'Der weiße Hai', Kultfilm mit Biss" verspricht einen "ganz neuen Blick hinter die Kulissen".
Silver Screen Collection/Getty Images/ARTE
"Der weiße Hai", Kultfilm mit Biss
Mit "Der weiße Hai" gelang Steven Spielberg einer der ersten Blockbuster der Kinogeschichte.
Sunset Boulevard/Corbis/Getty Images/ARTE
Steven Spielberg, Hollywoods ewiges Wunderkind
Das Porträt "Steven Spielberg, Hollywoods ewiges Wunderkind" versucht, jenseits der Kinoerfolge auch den Privatmenschen zu zeigen.
Ellis Films/ARTE

Seit Kurzem läuft "Disclosure Day" im Kino, der neue Film von Steven Spielberg. Bei ARTE wird derweil mit zwei Dokumentationen an zurückliegende Großtaten des Kinomagiers erinnert.

Der legendäre Soundtrack von John Williams, die positiven Auswirkungen des Films auf die Karriere von Steven Spielberg, der negative Effekt für das Image sämtlicher Meeresräuber: So viel wurde schon geredet über "Der weiße Hai", so viel analysiert und durchleuchtet. Und trotzdem, so scheint es, sind 50 Jahre nach dem Kinostart immer noch nicht alle Geschichten rund um den Tierhorror-Blockbuster auserzählt. Zum Jubiläum 2025 zeigte ARTE als Erstausstrahlung "'Der weiße Hai', Kultfilm mit Biss". Jetzt wird die knapp einstündige Doku von Olivier Bonnard und Antoine Coursat noch einmal ausgestrahlt - zusammen mit einem Porträt über Hollywoods "Wunderkind" Steven Spielberg (beide Filme sind vorab in der Mediathek abrufbar).

Verarbeitete Spielberg mit "Der weiße Hai" seine eigenen Ängste?

Bonnard und Coursat reisen für ihre Dokumentation nach Matha's Vineyard, also in den berühmten Badeort im US-Start Massachusetts, in dem seinerzeit "Der weiße Hai" gedreht wurde. Sie erzählen über Archivaufnahmen und Interviews mit dem damaligen Filmteam von den teils chaotischen Produktionsbedingungen, vor allem aber haben sie den Anspruch, als soundsovielste Dokumentation über dieses Meisterwerk trotzdem noch "einen ganz neuen Blick hinter die Kulissen" zu bieten. So betrachten sie "Der weiße Hai" auch als "beißende Kritik am US-Kapitalismus der 1970er-Jahre" und zugleich als "Prototyp aller nachfolgenden Kinoerfolge".

Inwieweit Steven Spielberg mit "Der weiße Hai" und weiteren Filmen auch persönliche Ängste und Sorgen verarbeitete, versucht ARTE direkt im Anschluss ab 23.20 Uhr zu entschlüsseln. "Steven Spielberg, Hollywoods ewiges Wunderkind" heißt das Porträt von Michaël Prazan, das ebenfalls als Wiederholung läuft. Neben dem Leinwandzauberer Spielberg, der das Kino über 50 Jahre entscheidend prägte, soll hier auch der Privatmensch unter die Lupe genommen werden. Die zentralen Fragen: "Was treibt ihn an? Und was macht sein Genie aus?" Dass ARTE die beiden Filme ausgerechnet jetzt wieder ins Programm hebt, ist wohl kein Zufall: Seit 10. Juni läuft Steven Spielbergs neuester Film "Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit" im Kino.

'Der weiße Hai', Kultfilm mit Biss - Fr. 19.06. - ARTE: 22.25 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst