"Premium-Fleisch" beim "perfekten Dinner": Gastgeber will mit Wagyu punkten

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Das perfekte Dinner - Tag 1
Eigentlich hat Albert Haute Cuisine geplant. Zumindest seine Zutaten sind von top Qualität.
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Das perfekte Dinner - Tag 1
Stilecht beginnt die Düsseldorf-Woche mit Champagner. Von links: Albert, Kayo und Jutta.
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Das perfekte Dinner - Tag 1
Albert bezweifelt, dass seine Suppe die richtige Entscheidung fürs Menü war.
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Das perfekte Dinner - Tag 1
Das beste Fleisch hilft nichts, wenn beim Anbraten etwas schiefläuft.
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Das perfekte Dinner - Tag 1
Mark (links) und Daniel beäugen die Scheibe Zucchinibrot mit Saurer Sahne und Blümchen.
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Haute Cuisine will Albert (31) seinen Gästen zum "Dinner"-Auftakt in Düsseldorf anbieten, "aber ich merke schon, das wird vielleicht nicht so sein". Immerhin hat er beim Einkaufen keine Kosten gescheut, das wissen die Gäste hoffentlich zu schätzen ...

Albert ist ein wahrer Kosmopolit. Seine Eltern stammen aus Polen, er wurde in London geboren und lebt seit neun Jahren in Deutschland - inzwischen mit Panoramaaussicht im Düsseldorfer Medienhafen. "Das teuerste Fleisch, das es überhaupt gibt" soll ihm Punkte bescheren. "Die Weine, die ich für heute ausgesucht habe, sind auch nicht die billigste Sorte", lässt sich Albert beim "perfekten Dinner" nicht lumpen.

Der Flugbegleiter möchte sein Gemüse zum Menü-Motto "Iss dein Gemüse" so schmackhaft servieren, dass die Gäste sagen: "Kann ich mehr davon haben?" Ohne Schnibbelhilfe muss er jedoch viel schälen und schneiden. Als auch die letzte Kartoffel von der Schale befreit ist, schmeißt er den Schäler in die Spüle: "Ich schnibbel heut nichts mehr." Muss er seine drei Gänge nur noch kochen:

  • Vorspeise: Miso-Sauermehl-Suppe mit Kartoffelpüree und gebackenen Austernpilzen in Sojamarinade
  • Hauptspeise: Wagyu mit Honig-Kreuzkümmel-Karotten und Balsamico-Kräuter-Jus
  • Nachspeise: Zucchinibrot mit säuerlichem Sahnetopping

"Wie für mich gemacht", entdeckt Kayo (57) die japanisch anmutende Vorspeise. Gar nichts vorstellen kann sie sich hingegen beim Dessert: "Sehr ungewöhnlich für eine Nachspeise." Mark (42) fehlen fast die Worte: "Das ist ja eher ein salziger Nachtisch." Aber passt natürlich zum Motto.

Champagner in "außergewöhnlicher Location"

Als die Gäste klingeln, hat Albert keine Eile. Er stellt erst noch in Ruhe die Töpfe auf den Herd. Dafür empfängt er sie direkt unten an der Haustür. "Das ist eine ganz außergewöhnliche Location", genießt Jutta (64) den Ausblick auf den Rhein und den Hafen. "Schade, dass es schon dunkel war." Albert bittet die Gäste zu Tisch: "Ich hole einfach sofort den Champagner?" Da sagt Daniel (40) nicht nein: "Du willst uns schon mal gefügig machen."

Die typisch polnische Ostersuppe rührt Albert mit gekauftem Sauermehlansatz an. "Ich bin stolz auf mich, obwohl ich alle Produkte gekauft habe", stellt ihn das Ergebnis zufrieden. Doch während er so rührt, kommen Zweifel auf: "Ich bin irgendwie jetzt immer weniger überzeugt von dem Gericht. Ich weiß nicht, ob das denen schmecken wird." Ist die Sorge berechtigt? Für Jutta nicht: "Die Miso-Sauermehl-Suppe war eine richtige Überraschung." Daniel freut sich über die Neuentdeckung: "Ich habe sowas tatsächlich noch nicht gegessen."

Zuchtstufe A5, Marmorierungs-Score 12

"Ich möchte, dass es ein richtiges Showgericht ist", hat Albert drei Farben Möhren gekauft. Das Wagyu wurde aus Japan importiert: "Das ist die höchste Zuchtstufe A5, Marmorierungs-Score 12." Also echtes "Premium-Fleisch". Bei 45 Prozent Fettanteil kommen von den "Dinner"-Gästen hoffentlich keine Beschwerden, schließlich haben die sich auf eine Woche mit Drei-Gänge-Menüs eingelassen: "Wenn jemand sagt, das ist zu fettig, dann muss er bessere Lebensentscheidungen treffen."

Jetzt darf nur beim Anbraten nichts schiefgehen. "Es sollte sich eigentlich eine Kruste bilden unter dem Steak. Tut es aber nicht", jammert Albert. Er flammt mit dem Bunsenbrenner nach. Ob die dünnen Scheiben jetzt noch medium rare sind?

Wenigstens sind die Möhren im Ofen schön karamellisiert: "Das Gemüse ist gerettet." Auf Kayos Fleisch-Urteil ist Albert besonders gespannt: "Würdest du sagen, es ist würdig?" Die meint: "Schmeckt nach Wagyu." Jutta kostet zum ersten Mal Stufe 12: "Es war ein tolles Esserlebnis." Mark weiß den Fleischgenuss zu schätzen: "Phänomenal von der Konsistenz, in der Intensität des Geschmacks." Medium rare war es jedoch nicht.

Zucchinibrot mit Proteinpulver

Das laut Rezept "beste gesunde Zucchinibrot" kommt ohne Zucker aus, braucht aber Ahornsirup für die Süße. Auch Proteinpulver gehört in den Teig. Der Anschnitt offenbart jedoch: Das Brot ist nicht durchgebacken. "Oh nein! Es ist eine Katastrophe", seufzt Albert. Da müssen wohl die Randstücke herhalten. Das macht Jutta nichts aus: "Es war wirklich lecker und außergewöhnlich."

"Starke 6" würde sich Albert selbst für seinen "Dinner"-Abend geben. Wie gut, dass er nette Gäste hat, die ihm zum Wochenstart sogar 32 Punkte gönnen.

Quelle: teleschau – der mediendienst