Hätte mir "aufs Maul hauen können": Klopp entschuldigt sich für Spruch

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Bundestrainer Julian Nagelsmann (2.v.r.) spricht mit den TV-Experten Thomas Müller (2.v.r), Jürgen Klopp (r.) und Moderator Johannes B. Kerner (l.) ...
Nach DFB-Sieg gegen Curaçao: Klopp entschuldigt sich öffentlich
Federico Gambarini (dpa)

Nach dem 7:1-Sieg der DFB-Elf gegen Curaçao kommt es im TV-Interview zu einer bemerkenswerten Szene zwischen Experte Jürgen Klopp und Bundestrainer Nagelsmann. Dabei nimmt sich Klopp selbst aufs Korn.

Nach dem spektakulären WM-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao hat sich TV-Experte Jürgen Klopp für seine Äußerung über Bundestrainer Julian Nagelsmann entschuldigt. Der ehemalige Weltklasse-Trainer hatte gemeinsam mit Thomas Müller beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt.

Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao ging, meinte Klopp: "Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf" - und fügte dann ein "noch" hinzu. Auf der Pressekonferenz vor der Partie hatten Journalisten Nagelsmann zu der Situation befragt - und eine kühle Antwort bekommen.

Nach 7:1-Spektakel: Klopp entschuldigt sich bei Nagelsmann

"Noch" sei für ihn nun sein "Unwort des Jahres", meinte Klopp. "Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber das war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Das ist flapsig rausgerutscht", sagte Klopp nach dem 7:1 gegen Curaçao bei Magenta TV. "Das hat gar keine Relevanz. Da hoffe ich, dass das alle da draußen verstehen", sagte Klopp in Richtung Nagelsmann, der ihm zuhörte und lächelte. "Was ich festgestellt habe: Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich. Aber es ist einfach passiert." Die beiden Experten seien auf Nagelsmanns Seite, betonte Klopp. Anschließend klatschten sich die beiden ab und Nagelsmann verließ die Interviewsituation.

Der Bundestrainer hatte bereits vor dem Anpfiff Gelassenheit gezeigt. "Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen", hatte Nagelsmann in der ARD erklärt. Auch Müller hatte bereits auf die Kritik an den Aussagen reagiert und angekündigt, sich künftig nicht zurückhalten zu wollen. "Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich, uns geht es darum, die Begeisterung rüberzubringen", sagte der Ex-Nationalspieler.

Er und Klopp seien "Riesenfans der Mannschaft" und des Turniers. Man diskutiere "taktisch, inhaltlich und vor allen Dingen auch sachlich". Allerdings sei bei ihnen "immer ein bisserl Schmäh mit dabei", sagte Müller. Man werde sich aber "nicht verbiegen lassen und aufpassen, was wir denn sagen", sagte Müller. Ziel sei es, die Mannschaft zu unterstützen und "auch gute Laune" zu machen.