Wie hoch ist die Abbrecherquote deutscher Studierender?
Laut Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) brechen etwa 28 Prozent der Bachelorstudierenden in Deutschland ihr Studium ohne Abschluss ab (Anfangsjahrgänge 2016/2017, Absolventenjahrgang 2020). An Universitäten liegt die Abbruchquote im Bachelor bei etwa 35 Prozent, an Fachhochschulen und stärker anwendungsbezogenen Bildungsgängen bei rund 20 Prozent.
Besonders hoch sind die Abbruchquoten in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Geisteswissenschaften (teils um 50 Prozent). Deutlich niedriger liegen sie in den Rechts‑, Wirtschafts‑ und Sozialwissenschaften sowie bei Lehramts-Studierenden (teils um oder unter 20 Prozent). Immerhin meldete das DZHW 2022 in einem Nachtrag zu ihrer bereits etwas älteren Erhebung, dass die Corona-Pandemie die Abbruchquoten wohl nicht erhöht, aber auch nicht verringert habe.
Wie steht es um die mentale Gesundheit der Studierenden?
Studierendenbefragungen zeigen seit Jahren erhöhte Werte für Stress, depressive Symptome, Angststörungen und Erschöpfung bei einem relevanten Anteil der Studierenden. Häufig wird über starke Prüfungsangst, Überforderung und Zukunftssorgen berichtet. Hochschulen reagieren mit mehr Beratungsangeboten (Psychologische Beratung, Workshops zu Stressbewältigung, Mentoring, Maßnahmen zum Dropout‑Monitoring), weil mentaler Druck und Studienabbruch mittlerweile als eng miteinander verbunden betrachtet werden.
Studienüberforderung entsteht meist durch ein Zusammenspiel aus strukturellem Druck im Studium, persönlichen Erwartungen, finanziellen Sorgen und psychischen Belastungen. Besonders häufig genannt werden Arbeitsaufwand, Prüfungsstress und Zukunftsängste, die sich über längere Zeit zu einem Gefühl permanenter Überforderung verdichten können.
Was ist Hirn-Doping?
In einer von "Focus" veröffentlichten Befragung von rund 8.000 Studierenden gaben etwa fünf Prozent an, gelegentlich verschreibungspflichtige Medikamente wie Schmerz‑ und Beruhigungsmittel, ADHS‑Medikamente, Antidepressiva oder Betablocker zur Leistungssteigerung oder Stressbewältigung zu nutzen. Studien zu "Neuro‑Enhancement" (Hirn-Doping) zeigen, dass insgesamt ungefähr jeder fünfte Befragte (Studis, Schüler, Berufstätige) mindestens einmal illegale oder verschreibungspflichtige Mittel zur Leistungssteigerung ausprobiert hat. Der regelmäßige Gebrauch liegt deutlich darunter.
Wie geht es beim Bremer "Tatort" weiter?
Anfang Dezember 2025 gab Radio Bremen bekannt, dass gespart werden muss und deshalb 2026 nur ein neuer "Tatort" gedreht wird. Dieser wird voraussichtlich erst 2027 im ARD-Programm auftauchen. Der Drehstart des Films, der noch keinen Namen trägt, soll im Juni 2026 erfolgen. Das Drehbuch steuern - so wie bereits beim "Tatort: Stille Nacht" von 2024 - Daniela Baumgärtl und Kim Zimmermann bei.
Quelle: teleschau – der mediendienst