Im 28. "Usedom-Krimi" trifft Karin Lossow (Katrin Sass) unverhofft auf eine alte Freundin: Anja Wiesznewski (Steffi Kühnert) saß ebenfalls für den Mord an ihrem Mann hinter Gittern. Nun jedoch glaubt sie, einen Beweis dafür gefunden zu haben, dass ihr Mann noch lebt ...
Normalerweise kommt Karin Lossow (Katrin Sass) ganz gut allein zurecht. Aber zu Beginn des 28. "Usedom-Krimis" unter Regie von Joana Vogdt (Buch: Natalie Zoghbi), der den Unheil verkündenden Titel "Doppelmord" trägt, fühlt sich die Ex-Staatsanwältin dann wohl doch ein wenig einsam. Umso größer ist ihre Freude, als eines Nachts unverhofft eine alte Bekannte vor ihrer Haustür steht: Anja Wiesznewski (Steffi Kühnert) saß genau wie Karin für den Mord an ihrem Ehemann im Gefängnis. Die beiden Frauen teilten sich eine Zelle. Nun hat Anja ihre Strafe abgesessen.
Es ist jedoch mehr als nur die Sehnsucht nach ihrer alten Freundin, die sie auf die Ostsee-Insel führt: Vor einem Monat, berichtet Anja, habe sie im Gefängnis einen Brief erhalten: "Ich glaube, der ist von meinem Mann." Offiziell wurde der Brief von einer Anwältin verschickt. Diese behauptete, Beweise für Anjas Unschuld zu haben. Sie versprach ihr zu helfen, forderte aber einen Vorschuss von 30.000 Euro. Anja, die stets ihre Unschuld beteuert hatte, wurde skeptisch: "Seine Leiche wurde nie gefunden. Nur Blut", erklärt sie Karin: "Und ausgerechnet 30.000 Euro habe ich kurz vor der ganzen Sache von meiner Tante geerbt und niemand außer Jan wusste davon." Deshalb habe sie in der Kanzlei, von der der Brief angeblich kam, angerufen: "Und tada: Die haben noch nie von mir gehört!" Anja ist sich sicher: Ihr Mann ist nicht nur noch am Leben, er hat sie auch bewusst ins Gefängnis gehen lassen.
Katrin Sass und Steffi Kühnert überzeugen
Zur gleichen Zeit wird die Kriminalhauptkommissarin Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) zu einem Tatort gerufen: Das Opfer wurde erschossen vor einem Jeep gefunden. Dem Reisepass zufolge heißt der Tote Jan Wiesig (Steffen Münster). Der Jeep gehört seiner Lebenspartnerin Marina Roth (Sandrine Mittelstädt). Sie berichtet von seinen Geldproblemen, außerdem gibt es Hinweise auf eine Spielsucht.
Geübte Krimi-Zuschauerinnen und -Zuschauer ahnen zu diesem Zeitpunkt schon, in welche Richtung sich der Fall entwickeln könnte. Der allgemeinen Spannung tut dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die persönlichen Verwicklungen von Karin Lossow lassen einen nur noch mehr mitfiebern. Gern würde man künftig mehr von den starken Szenen sehen, mit denen Katrin Sass und Steffi Kühnert in diesem 90-Minüter überzeugen. Vorerst dürfte das allerdings ein frommer Wunsch bleiben: Weder der für kommenden Donnerstag, 29. Oktober, um 20.15 Uhr angesetzte 29. Film "Mörder unter uns - Der Usedom-Krimi" noch der für Donnerstag, 5. November, um 20.15 Uhr angekündigte 30. Film "Wunschkind - Der Usedom-Krimi" führen die 63-jährige Kühnert in der Besetzungsliste.
In der ARD Mediathek ist "Doppelmord - Der Usedom-Krimi" bereits ab Montag, 19. Oktober, abrufbar.
Doppelmord - Der Usedom-Krimi - Do. 22.10. - ARD: 20.15 Uhr
Quelle: teleschau – der mediendienst