Auch wenn die Quoten zuletzt sanken, bringt ProSieben "The Masked Singer" in einer 13. Staffel zurück. Ob die gravierenden Änderungen am Regelwerk und dem Ablauf der Sendung das einstige Aushängeschild vor dem endgültigen Absturz retten können?
Wird es der Auftakt zu einem gelungenen Neustart oder doch eher das letzte Aufbäumen? Das ist die Frage, die sich manche Fans von "The Masked Singer" dieser Tage stellen. Der einstige Quoten-Hit von ProSieben kehrt mit einigen Änderungen mit einer 13. Staffel zurück.
Sechs Folgen sind ab 16.9. mittwochs um 20.15 Uhr zu sehen. Das Format nimmt damit vom prominenten Sendeplatz am Samstagabend Abschied und läuft nun auf einem quotentechnisch weniger hart umkämpften Abend unter der Woche. Ob die einst gefeierte Musikratesendung so aus dem Quotentief kommt?
Das einstige Erfolgsformat auf dem absteigenden Ast
Die nach dem Vorbild der südkoreanischen Sendung "King of Masked Singer" konzipierte Sendung ging erstmals im Juni 2019 in Deutschland auf Sendung. Durchschnittlich 3,15 Millionen Menschen (davon 2,03 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen) sahen die erste Staffel, was einem sehr starken Gesamtmarktanteil von durchschnittlich 13,6 Prozent (Zielgruppe: 28,3 Prozent) entsprach.
In der zweiten Staffel im Frühjahr 2020 konnte sich das Format noch einmal steigern. Mit der zunächst rührenden Idee, die Show als Trostpflaster während der Corona-Pandemie auf zwei Staffeln pro Jahr zu erweitern und diese am familienfreundlicheren Samstagabend anstatt unter der Woche zu senden, ging es jedoch schleichend bergab.
Die im Herbst 2024 ausgestrahlte elfte Staffel erreichte durchschnittlich nur noch 1,19 Millionen Menschen (Gesamtmarktanteil: 5,4 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe sah es mit durchschnittlich 0,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 8,1 Prozent, verglichen mit den Anfangsjahren, noch düsterer aus. Der Sender reagierte und verordnete sich selbst eine längere Pause: Fortan sollte es wieder nur noch eine Staffel pro Jahr geben. Doch die Zuschauerzahlen blieben vergleichbar schlecht.
Diesmal treten 16 Masken an
Die nun startende 13. Staffel soll das Ruder wieder herumreißen. Dafür setzen die Verantwortlichen abermals auf einige Änderungen. Seit jeher waren es vor allem die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Kostüme, die "The Masked Singer" zu einer besonderen Sendung machten. Man erinnert sich noch gut an das pinkfarbene Monster (verkörpert von der Boxerin Susianna Kentikian) aus Staffel eins, das seither so etwas wie das inoffizielle "The Masked Singer"-Maskottchen ist. Auch der hyperaktive "Mülli Müller" (Alexander Klaws) wird vielen dank seiner akrobatischen Einlagen noch in Erinnerung sein.
Mit 16 anstatt der bislang üblichen neun oder zehn Masken wird der Pool an zu erratenden Prominenten nun deutlich erhöht. Bereits in der zehnten Staffel hatte man versucht, die Attraktivität der Sendung dadurch zu steigern: Damals galt es, neben den regulären neun Masken das sogenannte "Mysterium", unter dessen Maske in jeder Folge eine andere prominente Person steckte, die es einzig und allein an ihrem Gesang sowie einigen kryptischen Hinweisen zu erraten galt.