"Ich bin gleich wieder da"
Barbara stellte den Schmuck genau in der Mitte des Händlertisches ab - vor Lisa Nüdling. "Oh, wow! Das ist aber toll!", war die Händlerin beeindruckt. Auch den Saphir lobte die Händlerin euphorisch: "Wahnsinn!" Wie die Expertin zuvor erkannte auch Lisa Nüdling: "Das ist ein Schmuckstück, das mal anders war." Sie formulierte ihre Theorie als Frage: "Das wurde mal umgearbeitet?" Barbara erklärte: Ihr Verkaufsobjekt wurde von einer Brosche zu einem Anhänger umgearbeitet.
"Der Saphir ist groß, aber man sieht das Blau eigentlich nur, wenn man es gegen das Licht hält", beobachtete Fabian Kahl. "Wenn man es trägt, sieht er fast schwarz aus." Um dies zu demonstrieren, hielt er sich den Anhänger vor sein Hemd. "Fabian, du musst da von hinten kleine Lämpchen einbauen", veräpptelte Jan Cizek den Kollegen. Barbara blieb ernst: "In der Tat: Wenn die Sonne drauf scheint wirkt dieses Schmuckstück sensationell." Ihr spontaner Werbeslogan: "Sonnenlicht bringt da noch mal Leben rein."
Lisa Nüdlings Startgebot lag bei 3.000 Euro. Friedrich Häusser und Fabian Kahl waren ebenfalls an Bord. Rasch gingen die Preise nach oben. Als Häusser 6.000 Euro nannte, überraschte Nüdling mit einer seltsamen Bitte: "Darf ich einmal kurz ans Tageslicht gehen?"
"Ich bin gleich wieder da", erklärte sie. "Tschüss!" Sie begann mit einem Grinsen zu laufen. "Ich geh mit", sagte Sarah Schreiber und folgte der Kollegin kurzerhand. "Wir haben hohe Schuhe an, Sie kriegen uns ganz schnell", behauptete sie. Die Kollegen waren verdutzt.
"Jetzt wird es unheimlich", staunte Friedrich Häusser über die Kolleginnen. Die waren natürlich nicht wirklich flüchtig. Nüdling hielt den Schmuck gegen die Sonne und schwärmte: "Jetzt ist er wirklich schön blau! Was das Licht ausmacht!" Auch Schreiber war verzückt.
Zurück im Studio machte Nüdling mit 6.500 Euro das Rennen. "Toll, alle sind zufrieden", freute sie sich. Zumindest sie und die Verkäuferin. Barbara verriet: "Ich habe mich gefreut, dass das wortwörtlich mit so viel Brillanz aufgenommen wurde."
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
"Der will sich einen Zahn ziehen", vermutete Lichter. Die Händler fragten sich, ob der Junge angelte, Flöte spielte oder Zahnseide benutzte. Silvio erklärte: Die Bronze-Statuette hieß "Der Saitenspieler". Friedrich Häusser bezahlte 2.100 Euro - 100 über der Expertise.
Für die Bauzeichnung eines Bahnwärterhauses erhofften sich Oliver und Katharina 100 bis 200 Euro. Detlev Kümmel bremste auf höchstens 150. Sarah Schreiber bezahlte dem Ehepaar für die Zeichnung den maximalen Schätzpreis.
Die Designer-Deckenleuchte aus den 60er- oder 70er-Jahren wollte Petra aus Bargum für 100 Euro veräußern. Detlev Kümmel hielt das Doppelte für möglich. Jan Cizek erstand das dänische Design für 140 Euro.
Ein Wiener Mokkaservice fand Horst Lichter "liebreizend". Vera und Mario erhofften sich 300 bis 350 Euro. Colmar Schulte-Goltz fand das Porzellan "historisch bedeutsam" und hielt bis zu 750 für denkbar. Sarah Schreiber bezahlte 500 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst