"Kastanien, Igel, aber dass wir die Beckenorgane des Mannes hier haben, wird auch endlich mal Zeit", lachte Schmitz-Avila, als Annika den Händlerraum betrat. Danach wollte er wissen, wie die Kölnerin zu der Schautafel gekommen war. "Die durfte ich mir als Dankeschön aussuchen, nachdem ich beim Ausräumen der Sammlung geholfen habe", erzählte sie.
"Ich war 16", erklärte Annika mit einem Lächeln. Im Händlerraum ging es anschließend schnell zur Sache: Pauritsch eröffnete die Gebotsrunde mit 30 Euro. Doch dabei blieb es nicht lange. Auch Elke Velten stieg ein und erhöhte den Preis auf 80 Euro. Damit lag das Angebot bereits deutlich über Annikas ursprünglichem Wunschpreis.
"Geht da noch was?", fragte Annika und so legte Schmitz-Avila mit 100 Euro nach. Damit wollte er "den Mut, sich das mit 16 im Zimmer aufzuhängen", honorieren. "Das ist richtig nett", freute sich die Verkäuferin über den unerwartet hohen Erlös. Zwar handelte es sich nicht um eine "ernste Rarität", doch auch Pauritsch fand: "Das ist richtig cool."
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung datierte Heide Rezepa-Zabel einen Anhänger der Künstlerin Sonia Delaunay-Terk posthum nach 2002. Die Künstlerin war bekannt für ihre Farbexperimente während der Pariser Avantgarde. Für den Anhänger aus 925er Silber wurden 300 bis 400 Euro gewünscht, 600 bis 800 Euro geschätzt und von Elke Velten 600 Euro gezahlt.
Bianca Berding datierte einen Aschenbecher mit einer biedermeierlichen Jagdszene von 1982 bis in die 1990er-Jahre. Wunschpreis für das Objekt des Luxus-Herstellers Hermès (Paris) lag bei 250 Euro. Die Expertin taxierte 150 bis 200 Euro und Händler Markus Wildhagen zahlte 180 Euro.
Sven Deutschmanek freute sich über die Uhr von Jaeger-LeCoultre samt Weckerfunktion von 1958 "in so einem guten Zustand". Gewünscht wurden 2.200 Euro, der Experte schätzte 2.500 bis 3.000 Euro und am Ende zahlte Händler Wolfgang Pauritsch 2.750 Euro für die Armbanduhr "Memovox".
Eine Handarbeit für La Maison de Lorette in Lyon aus dem Jahr 1893 stellte "exzellentes Handwerk" wie Netzarbeit, Stickereien sowie Näh- und Strickarbeiten vor. Gewünscht wurden 80 Euro, geschätzt 150 bis 200 Euro und Markus Wildhagen zahlte schließlich 120 Euro: "Das ist was fürs Heimatmuseum."
Quelle: teleschau – der mediendienst