Stefan Raab, der - unstrittig - viel für den deutschen ESC-Ruhm tat, durfte diesmal nicht mitmachen. Der RTL-Moderator war aber bei "Das deutsche Finale", dem deutschen Vorentscheid, doch dabei - auf eine Art allerdings, die ihm vielleicht nicht gefiel.
Stefan Raab ist es 2025 nicht gelungen, Deutschland endlich wieder einen Sieg beim "Eurovision Songcontest" bescheren. Aber Abor & Tynna landeten nur auf dem 15. Platz. Diesmal übernahm der Südwestrundfunk vom Norddeutschen Rundfunk die Federführung - und Raab durfte nicht mehr mitmachen. Barbara Schöneberger schon. Im letzten Jahr beim TV-Vorentscheid noch ans Raabs Seite, führte sie diesmal mit Hazel Brugger durch die Show. Und die beiden, gemeinsam mit Kommentator Thorsten Schorn, sorgten dafür, dass Raab trotzdem Thema wurde - indem sie ihn auf die Schippe nahmen.
In diesem Jahr feiert der ESC sein 70. Jubiläum. Grund genug, in den Archiven zu kramen, um die über dreistündige Show "Eurovision Song Contest 2026 - Das deutsche Finale" live aus Berlin zu füllen. Gleich beim Opening luden Schöneberger und ihre Co-Moderatorin Hazel Brugger zum Streifzug durch die Geschichte und brachten die Höhepunkte der deutschen Beiträge aus 70 Jahren ESC in Erinnerung.
Zwischen "Theater" (Katja Ebstein) und "Ein bisschen Frieden" (Nicole) kam schließlich "Wadde hadde dudde da" von Stefan Raab. Thorsten Schorn erzählte vom singenden "Metzgergesellen aus Köln" und Schöneberger und Brugger schlüpften in die goldweißen Grell-Klamotten, die Raab und seine Band 2000 bei ihrem Auftritt in Stockholm trugen. Heller aber als das Lametta-Outfit strahlten ihre Zähne: Brugger und Schöneberger hatten sich gebleichte Kunstgebisse verpasst, um an das "bissige" Markenzeichen von Stefan Raab zu erinnern.
Sarah Engels vertritt Deutschland beim ESC 2026 in Wien
Ob Stefan Raab mit dem Ergebnis des deutschen Vorentscheids 2026 zufrieden ist? Es gewann Sarah Engels mit "Fire". Damit setzte sich die bekannteste und vor allem Follower-stärkste Teilnehmerin durch. Denn am Ende entschieden die Fans per Telefonvoting. Und da machte Engels (33) gegen Wavvyboi (27) und Molly Sue (25) das Rennen.
Zuvor hatte eine 20-köpfige internationale und mit ESC-Legenden besetzte Jury diese drei Finalisten aus insgesamt neun Kandidaten und Kandidatinnen ausgewählt. In dieser ersten Runde schieden sechs von insgesamt neun aus: Bela, Dreamboys The Band, Malou Lovis, Laura Nahr, Myle und Ragazzki.
Quelle: teleschau – der mediendienst