Bestimmter Buchstabe fehlt: Adidas mit Lieferengpass bei deutschen WM-Triktos

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Kai Havertz im WM-Dress der deutschen Fußball-Nationalmannschaft
Kai Havertz soll zu einem großen WM-Faktor werden. Zum Faktor in Sachen Verkaufszahlen für das offizielle DFB-Trikot ist er bereits geworden.
Kai Havertz im WM-Dress der deutschen Fußball-Nationalmannschaft
Christian Charisius/dpa

Die Spieler Havertz, Pavlović und Undav sorgen mit ihrer Beliebtheit für Lieferengpässe bei den offiziellen DFB-WM-Trikots. Der Herzogenauracher Ausrüster Adidas verspricht Abhilfe.

Was haben Kai Havertz, Oliver Baumann, David Raum, Aleksandar Pavlović und Deniz Undav gemeinsam? Sie sind nicht nur Spieler des aktuellen WM-Kaders der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Sie teilen sich auch einen Buchstaben im Namen. Und zwar das "V". Und genau dieses bereitet dem Ausrüster Adidas aktuell Kopfzerbrechen.

Die Nachfrage nach Fan-Trikots des DFB-Teams ist trotz hoher Preise groß. Doch bei der Beflockung der Shirts gab es einen Engpass. Der Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Adidas, hat ein Problem mit dem Buchstaben V: Fans konnten zeitweise im offiziellen Fanshop online keine Originaltrikots mit den Namen der Spieler Kai Havertz, Alexander Pavlovic und Deniz Undav bestellen - bei der Beflockung war der Buchstabe V ausgegangen. Adidas bestätigte einen entsprechenden Medienbericht.

Vor allem Havertz, Undav und Pavlović für den V-Mangel verantwortlich

"Aufgrund der hohen Nachfrage nach Beflockungen der Spieler Undav, Havertz und Pavlović kam es kurzfristig zu Engpässen bei der Verfügbarkeit des Buchstabens ‘V’", erklärte ein Sprecher in Herzogenaurach. "In Zusammenarbeit mit unserem Partner 11teamsports konnten wir diese schnell beheben, sodass die Flocks mit dem Buchstaben ‘V’ in Kürze wieder online bestellbar sein werden."

Und tatsächlich: Wer aktuell im offiziellen Online-Fanshop des DFB-Teams ein Trikot mit dem Namen Havertz bestellen will, bekommt vom Lieferengpass nichts mehr mit. Fünf bis sieben Tage längere Lieferzeit wegen der individuellen Beflockung (für stolze 15 Euro) - allerdings unabhängig davon, ob der Name nun ein "V" hat oder nicht. Auf ein Trikot vom aktuellen fränkischen Fußballhelden Nathaniel Brown wartet man also genauso lange wie auf Deniz Undav.

Der Trikotverkauf rund um Fußball-Großereignisse ist für die Sportartikelhersteller ein großes Geschäft. Der Herzogenauracher Konzern Adidas, der 14 der 48 WM-Teams ausstattet, gab den Umsatz, der direkt mit dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada in Verbindung steht, mit einer Milliarde Euro an. Wie viel davon auf Trikots entfällt, nennt das Unternehmen nicht.

Blaues DFB-Auswärtstrikot hoch im Kurs

Von der deutschen Mannschaft wurde das blaue Auswärtstrikot bisher überraschend oft verkauft. Die Nachfrage habe nach Bekanntgabe des DFB-Kaders und dem Turnierstart insgesamt deutlich angezogen. Die Verkaufspreise seien in allen Ländern vergleichbar, hieß es. In Deutschland werden derzeit zwei Qualitäten angeboten - für Preise von 100 und 150 Euro.

"Das Auswärtstrikot performt deutlich über den Vergleichswerten der Europameisterschaft 2024, während das Heimtrikot mit starkem Wachstum schnell aufholt", sagte der Sprecher. Auf den Auswärtstrikots sei das Adidas-Dreiblatt-Logo erstmals nach 36 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft zu sehen. Das pinkfarbene Auswärts-Jersey von 2024 galt als das bisher bestverkaufte Nationalmannschaftsauswärtstrikot.

"Inspiriert von der einzigartigen Kultur des jeweiligen Landes, interpretieren die Auswärtstrikots die Ästhetik klassischer Adidas-WM-Trikots in einem modernen, zeitgemäßen Stil neu und finden bei Fans und Spielern gleichermaßen Anklang." So wurden etwa bei den Auswärtstrikots der Nationen Curacao, Belgien und Japan bereits Lieferengpässe in einzelnen Größen festgestellt. Auch die Kollektion mit Retro-Jerseys zurückliegender Turniere, besonders der WM 1994, verkaufe sich gut, sagte der Adidas-Sprecher.