Wird Superstar Tadej Pogačar am 26. Juli in Paris seinen fünften Tour-Titel feiern? Oder können Jonas Vingegaard oder der Deutsche Florian Lipowitz den Slowenen gefährden? Die Tour de France 2026 beginnt mit einem spektakulären Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Das Erste und Eurosport berichten.
3.333 Kilometer, 21 Etappen, 54.450 Höhenmeter - die Tour de France 2026 ist mal wieder eine "Tortour". Die 113. Ausgabe des berühmtesten Radrennens der Welt verspricht Spektakel von Anfang an - mit einem historischen Auftakt in Barcelona, dem brutalen Bergprogramm und einem Duell zweier Ausnahmekönner: Topfavorit Tadej Pogačar und sein Herausforderer, der Giro d'Italia-Sieger 2026, Jonas Vingegaard. In diesen Zweikampf könnten sich auch der Deutsche Florian Lipowitz (25) und das erst 19 Jahre alte französische Supertalent Paul Seixas einmischen.
Los geht es mit der Übertragung der ersten Etappe am Samstag - ungewöhnlicherweise ein nur 19,6 Kilometer kurzes Mannschaftszeitfahren durch Barcelona. Es dürfte für spektakuläre Bilder sorgen. Wie immer ist die Tour de France über drei Wochen bis zum Finale in Paris am Sonntag, 26. Juli, auch bei Eurosport zu sehen. Der Spartensender liefert auf allen Etappen etwas früher Bilder von der Strecke und zeigt jede Rennminute. Dafür gibt es in der ARD-Mediathek und - falls es die Berichterstattung von der Fußball-WM zulässt - um 19.25 Uhr auch linear im Ersten zum Start Teil eins der Doku "Mythos Tour: Die Pogacar-Jäger" zu sehen. Die dreimal 30 Minuten lange Doku-Serie ist ab 3. Juli in der ARD-Mediathek zu finden.
In Folge eins von "Die Pogacar-Jäger" liegt der Schwerpunkt auf Florian Lipowitz und dem belgischen Zeitfahr-Spezialisten Remco Evenepoel. Folge zwei "Allez les femmes" erzählt vor allem von Tour de France Femmes-Teilnehmerin Antonia Niedermaier. In Episode drei "Youngsters" lernt man die jungen Fahrer Emil und Karl Herzog sowie Paul Seixas kennen. Dazu Jan Ullrich und seine Söhne!
Ein Hammer zum Schluss: die doppelte Alpe-d'Huez-Etappe
Das Mannschaftszeitfahren - erstmals seit über 50 Jahren wieder als Eröffnungsetappe - sorgt dafür, dass bereits am ersten Tag Zeitabstände in der Gesamtwertung entstehen. Vielleicht die spektakulärste Idee der diesjährigen Tour ist aber die Doppel-Alpe-d'Huez-Etappe. Die dritt- und auch die vorletzte Etappe enden beide auf dem wohl ikonischsten Berg der Tour. Sie dürften für die Entscheidung über den Sieger sorgen.
Die Tour 2026 gilt als eine der anspruchsvollsten der jüngeren Geschichte. Und es könnte ein "heißes" Rennen werden, denn die gesamte Frankreichschleife wird diesmal im warmen Süden des Landes gefahren: Die finale Etappe nach Paris ist mit deutlichem Breitengrad-Abstand der nördlichste "Austragungsort" der Tour.
Fürs Erste kommentieren wieder ARD-Radsport-Urgestein Florian Naß und der Experte Fabian Wegmann. Zum Auftakt gehen 184 Fahrer aus 23 Teams in Barcelona an den Start. Auch Tag zwei endet am Sonntag, 5. Juli, nach einer 168 Kilometer langen Etappe durch Katalonien mit dem Départ in Tarragona wieder in Barcelona. Schon am Montag, Tag drei, geht es dann auf der Strecke von Granollers nach Les Angels ins Hochgebirge der Pyrenäen. Spätestens dann müssen sich die Favoriten zeigen. Topfavorit auf den Sieg ist erneut der Slowene Tadej Pogačar. Nach seinen Siegen 2020, 2021, 2024 und 2025 strebt er seinen fünften Titel an.
Berichterstattung auf Eurosport
Auch Eurosport 1 sendet im Free-TV rund 100 Stunden von der Tour de France live und ergänzt jede der 21 Etappen im Anschluss durch die von Holger Speckhahn moderierte, halbstündige Analyse-Show "Velo Club" live aus dem Münchner Studio. Das Team am Mikrofon besteht aus Kommentator Karsten Migels und seinen wechselnden Experten Rolf Aldag, Bernie Eisel und Jens Voigt, der in der ersten Tour-Woche wieder live vom Motorrad berichtet. Zudem wird Jan Ullrich wird am 4. und 5. Juli (Etappen 1 und 2) sowie am 24. Juli (Etappe 19, Alpe d'Huez) im Eurosport-Studio als Experte die Geschehnisse einordnen.