Ein Zug erfasst am Bahnhof Türkenfeld ein Biberweibchen vor den Augen vieler Schulkinder. Der Vorfall sorgt für Betroffenheit und ein Angebot der Tierauffangstation.
Ein Zug hat am Freitagmorgen (26. Juni 2026) am Bahnhof Türkenfeld eine Biberdame auf den Gleisen erfasst und ihr einen Teil des Schwanzes abgetrennt. Einsatzkräfte retteten das Tier von den Gleisen und tauften es später auf den Namen Barbara. Sie überlebte.
Zahlreiche Schulkinder hatten den Unfall nach Angaben der Bundespolizei beobachtet und waren kurz davor, dem Tier zu Hilfe zu eilen. Deshalb sperrte die Bundespolizei die Strecke.
Kinder brauchen psychologische Betreuung - doch es gibt ein Wiedersehen mit Barbara
Viele Kinder hat der Unfall laut der Bundespolizei stark mitgenommen: Einige von ihnen seien an jenem Tag nicht mehr zum Unterricht erschienen, und die Schule habe psychologische Unterstützung bereitgestellt. Eine Tierärztin der Wildtierauffangstation Fürstenfeldbruck habe deshalb angeboten, dass die Kinder Barbara besuchen könnten, um das Erlebte besser zu verarbeiten, hieß es.
Demnach stehen Barbaras Überlebenschancen gut. Wenn sie wieder gesund ist, soll sie in Frankreich ausgewildert werden, wo es viele geeignete Biber-Reviere gibt. Wegen des Vorfalls weist die Bundespolizei erneut darauf hin, dass Gleise unter keinen Umständen betreten werden dürfen - auch nicht, wenn sich dort ein verletztes Tier oder ein Mobiltelefon befindet. Auf Gleisen bestehe Lebensgefahr. Eltern sollten regelmäßig mit ihren Kindern über die Gefahren sprechen.