"Es ist ziemlich intensiv und stressig, mit ihm zusammen zu sein", empfand Esben Pedersen, einst in der Sales- und Marketing-Abteilung von Tesla tätig, die Zusammenarbeit mit Elon Musk. Arbeitete der Firmenboss zu Beginn noch beinahe manisch am Erfolg des Autobauers, ließ seine Präsenz im Laufe der Jahre merklich nach. Elon Musk selbst kommt im Film nicht zu Wort. Eine entsprechende Anfrage der Filmemacher ließ er unbeantwortet.
"Wonder Man" - Disney+
Statt Weltrettung gibt es Selbstzweifel, Eitelkeiten und eine Liebeserklärung an das Kino: Marvel startet mit einer ungewöhnlichen Superheldenserie ins neue Jahr. "Wonder Man" erzählt ab Mittwoch, 28. Januar, bei Disney+ davon, wie zwei Schauspieler in Hollywood eine Rolle in dem fiktiven Kinofilm "Wonder Man" ergattern wollen.
Im Mittelpunkt der acht halbstündigen Episoden steht Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II). Der hochbegabte Schauspieler ist ein perfektionistischer Kinonerd, der Hollywood eigentlich zu sehr liebt, um dort problemlos zu funktionieren. Er ist besserwisserisch, detailverliebt - und besitzt Superkräfte, die er vor der Öffentlichkeit geheim halten muss. Das allerdings fällt ihm zunehmend schwer. Zumal schon bald ein alter, exzentrischer Bekannter aus dem Marvel Cinemativ Universe (MCU) auftaucht: Trevor Slattery, erneut verkörpert von Ben Kingsley, trat erstmals im Kinofilm "Iron Man 3" (2013) in Erscheinung - ein gescheiterter Schauspieler, der als falscher "Mandarin" Terrorbotschaften in die Kamera sprach.
Williams und Slattery freunden sich an, während sie sich für das geplante Remake des fiktiven Films "Wonder Man" bewerben: Beide sind insbesondere angetan von der Idee, mit dem berühmten Regisseur Von Kovak (Zlatko Burić) arbeiten zu können. Die herrliche Karikatur eines Autorenfilmers ist selbstverliebt, visionär, permanent genervt vom Superhelden-Genre - und fest entschlossen, es trotzdem neu zu erfinden. Entwickelt wurde "Wonder Man" von Destin Daniel Cretton und Andrew Guest.
"Die nackte Kanone" - Paramount+
"Die nackte Kanone" im Jahr 2025 neu auflegen - tausend Gründe sprächen dagegen. Das sah wohl sogar David Zucker so, der als Produzent, Autor und Regisseur entscheidend an den ersten drei Filmen (1988, 1991, 1994) sowie an der vorangegangenen TV-Serie ("Die nackte Pistole", ab 1982) beteiligt war. Zucker winkte schon 2015 für eine mögliche Neuauflage ab, aus der Überzeugung heraus, der sehr eigenwillige und derbe "Nackte Kanone"-Humor sei inzwischen nicht mehr zeitgemäß. Und Leslie Nielsen, das Gesicht der Reihe, der alte Lieutenant Frank Drebin, verstarb bereits 2010.
Und doch haben sich irgendwie genug Wahnsinnige gefunden, um eine neue "Nackte Kanone" zu drehen - ohne Zucker, ohne Nielsen. Das Ergebnis ist ein halbes Jahr nach dem Kinostart ab Donnerstag, 29. Januar, bei Paramount+ zu sehen. Akiva Schaffer, ein Humor-Anarcho, der sich unter anderem durch die Boyband-Mockumentary "Popstars: Never Stop Never Stopping" und die Mitarbeit bei "Saturday Night Live" einen Namen gemacht hat, führte Regie und war auch an der Entwicklung des Drehbuchs für die neue "Nackte Kanone" beteiligt. Hauptdarsteller ist jetzt Liam Neeson, also jemand, der bislang eher nicht für sein komisches Talent bekannt war. In einer weiteren tragenden Rolle - noch so ein schräger Besetzungs-Coup - mischt Pamela Anderson mit.
Liam Neeson als Lieutenant Frank Drebin Jr. in Schulmädchenuniform auf Verbrecherjagd, alleine an dieses Bild wird man sich lange erinnern. Und vielleicht ja, allem halsbrecherischen Irrsinn bei diesem Projekt zum Trotz, an noch mehr?
Quelle: teleschau – der mediendienst