Als Tourist zu den Taliban: Warum Menschen Afghanistan bereisen

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Weltspiegel Doku: Urlaub bei den Taliban
Als Teil von Reisegruppen bereisen immer mehr westliche Touristen Afghanistan.
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Weltspiegel Doku: Urlaub bei den Taliban
Fünf Jahre nach der Machtergreifung durch die Taliban, öffnet sich Afghanistan für westliche Touristen.
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Weltspiegel Doku: Urlaub bei den Taliban
Zu drei Vierteln besteht Afghanistan aus Gebirgsland - darunter so herrliche wie unzugängliche Landschaften.
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Weltspiegel Doku: Urlaub bei den Taliban
Kann man dort, wo Frauen und Mädchen unterdrückt werden, Urlaub machen?
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Weltspiegel Doku: Urlaub bei den Taliban
Bekommt man bei Reisen durch Afghanistan Einblicke in die politische Realität des Landes? Die "Weltspiegel"-Doku geht dieser Frage nach.
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Dort Urlaub machen, wo andere keinen Fuß hinsetzen würden: Afghanistan öffnet sich fünf Jahre nach der Machtübernahme durch die Islamisten dem Tourismus. Die "Weltspiegel"-Doku "Ferien bei den Taliban" zeigt, welche Menschen das unbekannte Land aus welchen Gründen bereisen.

"Vor Reisen nach Afghanistan wird gewarnt", heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amts; deutsche Staatsangehörige werden dort aufgefordert, das Land zu verlassen. Westliche Ausländer seien als Ziel dschihadistischer Gruppen "besonders gefährdet", es bestehe die "Gefahr einer Entführung oder willkürlicher Inhaftierung". Doch trotz derlei offizieller Warnungen und offensichtlicher Risiken zieht es immer mehr Touristen nach Afghanistan, wie nun die "Weltspiegel"-Dokumentation "Ferien bei den Taliban" im Ersten zeigt. Wer wagt sich dorthin - und warum?

Fünf Jahre nach der Machtübernahme durch die Islamisten öffnet sich der als hochgefährlich und instabil geltende Binnenstaat dem Tourismus. Journalist Markus Spieker, der das ARD-Studio in Neu-Delhi seit März als Korrespondent für Südasien leitet, seit 2010 regelmäßig über die Lage in Afghanistan berichtet und 2021 nach der Taliban-Machtübernahme live aus Kabul zugeschaltet war, begibt sich abermals in ein hierzulande weitgehend unbekanntes Land.

Zwischen Propaganda und Gastfreundschaft

Spieker geht in seiner 45-minütigen Doku als Teilnehmer einer Reisegruppe entscheidenden Fragen nach: Was sind das für Menschen, die aus freiem Willen nach Afghanistan reisen? Welche Rolle spielen dabei Moral, Verantwortung und Boykott-Gedanken? Wie versuchen die Taliban, die touristischen Highlights und spektakulären Landschaften für ihre Zwecke zu nutzen? Und wie sichtbar wird bei den Reisen die politische und gesellschaftliche Realität eines autoritär geführten Landes, in dem vor allem Frauen und Mädchen massiv unterdrückt werden?

Die "Weltspiegel"-Doku nähert sich dem rätselhaften Land am Hindukusch in all seiner Ambivalenz, von islamistischer Propaganda bis zur herzlichen Gastfreundschaft, von der unglaublichen Weite der Natur bis zu den engen Grenzen des Sagbaren.

In der ARD Mediathek ist die Reportage bereits als Stream abrufbar.

Weltspiegel Doku: Ferien bei den Taliban - Di. 04.08. - ARD: 23.35 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst