Als "Bares für Rares"-Expertin von 35.000 US-Dollar spricht, stockt dem Verkäufer der Atem

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Bares für Rares
Eine Vase bei "Bares für Rares" barg einiges an Überraschungspotenzial.
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Hergestellt wurde das Mitbringsel in Murano, "in einem der ältesten noch aktiven Familienunternehmen der Welt", wie die "Bares für Rares"-Expertin erklärte.
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Als Expertin Bianca Berding von einem Verkaufspreis einer ähnlichen Vase von 35.000 US-Dollar berichtete, pustete Verkäufer Jörgen erst einmal durch.
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"Die kostet", ahnte Händler Wolfgang Pauritsch.
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Die 1.250 Euro von Julian Schmitz-Avila (links) machten Verkäufer Jörgen "total happy".
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Die "Bares für Rares"-Expertin Dr. Bianca Berding erkannte in einer Vase ein ganz besonderes Designerstück. Ein ähnliches Objekt wurde erst kürzlich für eine unglaubliche hohe Summe verkauft. Aber war auch diese Rarität so viel wert?

Horst Lichter offenbarte sein eher "gespaltenes Verhältnis zu Vasen". Doch diese Vase war etwas ganz Besonderes, fand die "Bares für Rares"-Expertin Dr. Bianca Berding heraus ... "Die habe ich vor 15 Jahren im Konvolut an Möbeln erworben", verriet Jörgen aus Hanau, wie die Vase in seinen Besitz kam. "Ich bin damals in die Wohnung von einer etwas älteren Dame gezogen, die ist dann ins Pflegeheim gekommen." Weil ihm die Vase gefiel, bekam er sie einfach dazu. "Ich wusste aber bisher natürlich nicht, was ich da hatte", entdeckte Jörgen den möglichen Wert erst später.

"Ach, ist das was Besonderes?", wurde Horst Lichter hellhörig. Bianca Berding nickte: "Diese Vase ist auf Murano entstanden." Dort wurde bekanntlich seit Jahrhunderten feinstes Glas hergestellt, "seit dem Mittelalter". "Diese Vase ist in einem der ältesten noch aktiven Familienunternehmen der Welt hergestellt worden", verwies die Expertin auf die Signatur von Barovier & Toso.

"Die haben unzählige ikonische Entwürfe geschaffen. Zum Beispiel haben die das Kristallglas erfunden, das Glas, das durchsichtig ist", betonte die Expertin die Bedeutung der Firma. "Hier haben wir ein sehr bekanntes und wichtiges Design", schwärmte Berding weiter vom Modell "Tessere Ambra". "Wir sind mittendrin Ende der 50er-Jahre und in den 60er-Jahren, und da war Braun und Karamell voll die Modefarbe."

Horst Lichter nach Expertise völlig baff

Das Design von Ercole Barovier aus dem Jahr 1957 erinnerte sie an Fliesen oder eine Weberei: "Das sieht ein bisschen aus wie ein Körbchen." Auf jeden Fall: "Das erfordert hohes handwerkliches Können!" Weiterhin verriet Berding: "Das ist schon eine beliebte Serie, die in Einzelstücken Spitzenpreise erzielt. Im Jahr 2022 hat eine Vase 35.000 US-Dollar erzielt." Lichter konnte den Wert kaum glauben: "So eine?" Berding nickte: "Mit diesem Design." Da blieb Jörgen kurz die Luft weg.

Doch Berding schob hinterher: "Aber ich muss Sie leider enttäuschen: nicht diese Vase exakt." Aber 1.300 bis 1.500 Euro waren ebenfalls ein hübscher Preis und definitiv realistisch. "Ist auch ok", freute sich der Verkäufer über die Händlerkarte. "Die kostet", stellte Händler Wolfgang Pauritsch aufgrund des guten Zustands fest. "Es gibt Auktionsergebnisse über solchartige Kunstgegenstände, wo es einem ganz anders wird."

Das hielt Walter Lehnertz nicht ab: "Ich fange trotzdem mit 80 Euro an. Das ist eine gute Vase wert." Zum Glück waren die anderen bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Bei 1.250 Euro bekam Julian Schmitz-Avila den Zuschlag. "Kannst du wirklich international gut verkaufen", freute sich der Händler über den Kauf. Auch der Verkäufer war "total happy" mit dem Ergebnis.

Diamantbrosche bringt bei "Bares für Rares" fünfstellige Summe ein

Das waren die weiteren Raritäten: Eine Marabu-Kühlerfigur von Max Le Verrier aus den 1920er- oder 30er-Jahren schätzte die Expertin auf 400 bis 500 Euro. Mit dem Höchstgebot von 400 Euro war die Verkäuferin jedoch nicht zufrieden. Eigentlich hatte sie auf 600 Euro gehofft und nahm ihren Vogel wieder mit. Ein Modeschmuck "für den großen Auftritt" von Dior mit Collier und Ohrclips aus den 1980er-Jahren hatte einen Wert von 700 bis 900 Euro. Da höhere Gebote ausblieben, nahm die Verkäuferin die 450 Euro von Markus Wildhagen an.

Eine Platin-Tafelbrosche mit 7 Karat Diamanten aus der Zeit um 1928 hatte einen Wert von 8.000 bis 9.000 Euro. Elke Velten bekam bei 6.000 Euro den Zuschlag, denn so viel hatte sich die Verkäuferin ursprünglich gewünscht. Fünf Spiegel-Leuchten aus einem Frisörsalon aus den 1960er-Jahren wurden mit 500 bis 750 Euro bewertet. Markus Wildhagen kaufte die Spiegel für 400 Euro: "Die sind schon cool, die kann man auch privat verkaufen."

Quelle: teleschau – der mediendienst