Zwei True-Crime-Podcasterinnen wollen bei "Bares für Rares XXL" ein Erbstück verkaufen. Bei der Expertise kommt verkrustetes Blut zum Vorschein. Die Star-Gäste sind selbst am meisten überrascht: "Jetzt haben wir doch ein Verbrechen mitgebracht."
Ihre Stimmen sind vielen bekannt. Normalerweise befinden sich Linn Schütze und Leonie Bartsch als Hosts des True-Crime-Podcasts "Mord auf Ex" hinter dem Mikrofon. Bei "Bares für Rares XXL" tauschten die beiden Journalistinnen das Aufnahmestudio nun gegen die Kulisse von Schloss Ehreshoven im Bergischen Land.
Hierhin brachten die beiden als Star-Gäste der Trödelshow-Abendausgabe eine Kamee mit Schutzengel mit, die Leonie von ihrer in diesem Jahr verstorbenen Oma geerbt hatte. Doch bevor es überhaupt um den Verkaufspreis ging, sorgte das Schmuckstück für einen ziemlich kuriosen Moment.
Als Goldschmiedin Wendela Horz die Kamee begutachtete, entdeckte sie auf der Rückseite getrocknetes Blut. Die Podcasterinnen waren völlig überrascht. Horst Lichter konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen. "'Mord auf Ex', jetzt geht es los", scherzte der Moderator und spielte damit auf den Podcast der beiden an.
"Jetzt haben wir doch ein Verbrechen mitgebracht"
Doch woher kam das Blut? "Was ist hier passiert", fragt sich auch Horz. Eine dramatische Geschichte steckt wahrscheinlich nicht dahinter. Die Expertin vermutete, dass sich die Trägerin an der Nadel gestochen haben könnte, mit der sich die Kamee als Brosche tragen ließ. "Ach krass", wunderte sich Leonie. "Jetzt haben wir doch ein Verbrechen mitgebracht", rief Linn.
Für die Kamee ihrer Oma hätte Leonie gerne 200 Euro gehabt. Dabei, so zeigte sich, ist das italienische Schmuckstück deutlich mehr wert. Es stammt aus den 1880er-Jahren und wurde von Horz auf 600 bis 800 Euro geschätzt. Sehr zur Freude der beiden Star-Gäste: "Wir kriegen eine Händlerkarte!".
Im Händlerraum wurde es noch mal richtig spannend, fast wie im True-Crime-Podcast. Kunsthändler David Suppes hatte Gefallen an dem Schmuckstück gefunden und bot schließlich 1.700 Euro. "Wow", freuen sich die Podcasterinnen. Mit so einem Preis hatten sie nicht gerechnet. Das Geld wollten die beiden für den Schutz von Frauen spenden. Suppes zeigt sich davon beeindruckt und legte kurzerhand noch 100 Euro drauf.
Händler David Suppes bei XXL-Ausgabe wie im Kaufrausch
Doch damit war Suppes' Einkaufstour noch lange nicht beendet. Auch das Kindermotorrad "Paciughino Special" aus den 1970er-Jahren weckte sein Interesse. Auf die Frage von Horst Lichter, wie viel Verkäufer Robert für das technisch einwandfreie Gefährt haben möchte, nannte der lediglich "100 bis 200 Euro". Da musste Lichter lachen. Experte Detlev Kümmel schätzte den Wert auf 700 bis 900 Euro. Am Ende kaufte Suppes das Gefährt des Herstellers Tecnomoto für seinen sechsjährigen Sohn für 900 Euro. Da hatte Robert aber ganz schön tief gestapelt.