"Remington Steele"-Star wird 70: Was macht eigentlich Stephanie Zimbalist?

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Remington Steele
Am 8. Oktober feiert sie ihren 70. Geburtstag: Mit der Hauptrolle in der Serie "Remington Steele" wurde Stephanie Zimbalist in den 80er-Jahren zum TV-Star.
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Lucky Louie
Ihre bislang letzte Rolle spielte Stephanie Zimbalist an der Seite von Daniel Roebuck in der Komödie "Lucky Louie" (2023).
A Channel Of Peace
Efrem Zimbalist Jr. und Stephanie Zimbalist
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Auch Stephanie Zimbalists Vater, Efrem Zimbalist Jr., war Schauspieler.
Vince Bucci/Getty Images

Stephanie Zimbalist feiert am 8. Oktober ihren 70. Geburtstag. Als Detektivin Laura Holt in "Remington Steele" wurde sie in den Achtzigern zum Fernsehstar, ihr Herz schlägt bis heute aber am meisten fürs Theater.

"Er ist ein Schatz und ein wunderbarer Schauspieler": So schwärmte Stephanie Zimbalist jüngst in einem Interview mit "Broadway World" über einen ihrer berühmten Co-Stars. Und nein, es war nicht Pierce Brosnan. Denn mit ihrer Rolle in der 80er-Kultserie "Remington Steele" und dem Medium Fernsehen hat die Schauspielerin, die am 8. Oktober ihren 70. Geburtstag feiert, nicht mehr viel am Hut. Stattdessen steht sie auf der Bühne - im September 2025 etwa im Rahmen einer einmaligen Aufführung von "The Fitzgeralds: A Reading with Music". An ihrer Seite spielte Alec Baldwin, sie selbst übernahm die Rolle der Zelda Fitzgerald. Sie kenne Baldwin "schon seit der Zeit, als es erst drei Fernsehsender gab", sagte Zimbalist.

Dabei kennt das Fernsehpublikum sie vor allem aus einer anderen Rolle. Von 1982 bis 1987 und 94 Folgen lang spielte Zimbalist in "Remington Steele" die Privatdetektivin Laura Holt. Sie benennt ihre Detektei in "Remington Steele" um und gaukelt ihren Klienten vor, ein geheimnisvoller Ermittler kümmere sich um die Fälle. Pierce Brosnan übernahm die Rolle des Ermittlers, mit dem Laura Holt bald auch eine Romanze erlebt. Zimbalist war 26, als die Serie sie schlagartig berühmt machte.

"Ich hatte keine Zeit!"

Der Erfolg hatte seinen Preis. Im "80s TV Ladies"-Podcast erzählte Zimbalist 2024, sie habe zeitweise rund 80 Stunden pro Woche gearbeitet und jahrelang schon um 5.30 Uhr in der Maske gesessen. Den ersten freien Tag bekam sie erst in der vierten Staffel. "Ich hatte keine Zeit, meinen Einfluss auf die Welt zu bemerken", sagte sie.

Nach der vermeintlichen Absetzung nach Staffel vier hatte sie bereits neue Rollen zugesagt, darunter für "Robocop". Dann holten Fan-Proteste die Serie zurück, und Zimbalist ließ die Angebote schweren Herzens fallen, aus Loyalität zu "Remington Steele". Bereut hat sie das offenbar nicht. Sie hätte aber auch ohne die Serie eine solide Karriere gehabt, ist sie sich sicher: "Remington machte mich zu einem bekannten Namen". Und weiter: "Ich habe mein Bestes gegeben, und das war genug."

Zimbalist stammt aus einer Künstlerfamilie

Dass sie Künstlerin wurde, überrascht kaum. Ihr Großvater Efrem Zimbalist war ein weltbekannter Geiger, Komponist und Dirigent, ihre Großmutter die Operndiva Alma Gluck. Ihr Vater Efrem Zimbalist Jr. wurde mit den Serien "77 Sunset Strip" und "FBI" zum bekannten Fernsehgesicht. Stephanie zog es zur Schauspielerei. Schon als Kind inszenierte sie Stücke in Nachbarsgärten und auf dem Flur vor ihrem Zimmer, wie sie auf ihrer Homepage schreibt, und verdiente sich damit den Spitznamen "The Boss". Später studierte sie an der Juilliard School.

Ihr erste Rolle hatte sie in der Fernsehproduktion "The Gathering" (1977), im Kinofilm "Unsere Lassie" (1978) spielte sie an der Seite von Hollywood-Legende James Stewart. Nach dem Aus von "Remington Steele" blieb sie vor allem dem Fernsehen treu: Für ihre Hauptrolle im TV-Film "Caroline?" erhielt sie eine Golden-Globe-Nominierung. sie hatte Gastrollen in Serien wie "Nash Bridges", "Crossing Jordan" und "Für alle Fälle Amy". Zuletzt war sie in der Shakespeare-Verfilmung "Hamlet's Ghost" (2015) und der Komödie "Lucky Louie" (2023) zu sehen.

Über ihr Privatleben ist fast nichts bekannt

Ihre eigentliche Leidenschaft gilt aber der Bühne. Zimbalist wirkte in über 60 Produktionen mit, am meisten für Aufsehen sorgten dabei - so ist sich Zimbalist sicher - ihre Hauptrolle in der Komödie "Sylvia" (1996/97) und "Tea at Five" (2006-2012), in dem durch Monologe das Leben der Hollywood-Legende Katharine Hepburn nachvollzogen wird.

Privat hält sich Zimbalist bedeckt. Verheiratet war sie nie, seit Anfang des Jahrtausends ist sie mit dem ungarischen Regisseur Peter Medak liiert, Kinder hat die Schauspielerin keine. Viel lieber redet sie darüber, dass sie auch weiterhin auf der Bühne stehen will. Welche Rolle sie noch reizen würde? "Wahrscheinlich eine, die ich selbst schreiben würde", antwortete sie "Broadway World". "Wer weiß?"

Quelle: teleschau – der mediendienst