Prominente setzen bei „Fun Facts“ auf eine neue Mischung aus Humor und Fakten, um aktuelle Themen zugänglicher zu machen. Welche Idee das Format trägt und wie groß das Projekt bereits geworden ist, wird dabei besonders deutlich.
Berühmtheiten wie Karoline Herfurth und Marc-Uwe Kling beabsichtigen, Nachrichten humorvoll auf die Bühne zu bringen. Das neue Format widmet sich aktuellen Themen – live, als Podcast und in den sozialen Netzwerken. Mit einem innovativen Nachrichtenformat möchten prominente Persönlichkeiten aus der Kulturszene gegen Fake News angehen. "Fun Facts ist ein neues, fast tägliches, unterhaltsames, witziges Nachrichtenformat, das vor Publikum aufgezeichnet wird", erklärte die Satirikerin Sarah Bosetti während einer Pressekonferenz.
Mit von der Partie sind unter anderem die Schauspielerin Karoline Herfurth sowie der Autor Marc-Uwe Kling. Unter der Moderation von täglich wechselnden Gastgebern werden ab Montag (2. März) die Episoden von montags bis freitags live vor Publikum aufgezeichnet – abwechselnd in Hamburg, Berlin, Köln und München. Langfristig seien auch Aufzeichnungen außerhalb der Großstädte geplant, wurde vor der Premiere des Formats in Berlin mitgeteilt. Ebenfalls beteiligt ist die Aktivistin Luisa Neubauer.
„Wir haben Humor – und wir haben Prominenz“: Mit Witz gegen die Flut an Fake News
Die 15‑minütigen Folgen zu jeweils einem aktuellen Thema sollen am Abend in den sozialen Medien und als Podcast erscheinen. Für das Publikum vor Ort gibt es nach der Aufzeichnung zudem eine zusätzliche Liveshow, wie Karoline Herfurth erklärte.
Nach Beobachtung der Initiatoren haben es Fakten in den sozialen Medien immer schwieriger. Daher hätten sie überlegt, was man tun könne. "Wir haben Humor und wir haben Prominenz. Und die Idee von Fun Facts ist, diese beiden Sachen als Viralitätsverstärker für Fakten zu nehmen", so Autor Marc-Uwe Kling. Es sei nicht der Anspruch, die komplette Nachrichtenlage abzubilden oder klassische Medien zu ersetzen, "sondern wir wollen Schlaglichter setzen und quasi mit Humor nochmal einen Fokus auf bestimmte Themen setzen."
Humor sei ein wichtiger Faktor, um Fakten im Gedächtnis zu behalten, sagte Neurowissenschaftlerin Maren Urner. Menschen merkten sich Dinge besser, wenn sie auf einem humoristischen Weg vermittelt worden seien.
„Ein Gemeinschaftsprojekt“ – Über 200 Menschen arbeiten an „Fun Facts“
Das Format ist ein Gemeinschaftsprojekt, das den Angaben zufolge unabhängig produziert wird. Die Idee sei im Gespräch entstanden, so Kling. Mehr als 200 Menschen gehörten bereits zum Team.
Die Recherche und journalistische Einordnung erfolgt demnach in Zusammenarbeit mit Correctiv. Finanziert werde das Projekt etwa durch den Verkauf der Tickets für die Liveshows. Die Hosts arbeiteten ehrenamtlich, sagte Schauspielerin Herfurth.