Monica Lierhaus war als Aushängeschild der Sportschau bekannt. Eine Operation 2009 brachte dann eine dramatische Wendung in ihr Leben: "Bin angeguckt worden, als ob ich ein Monster wäre".
"Ich konnte gar nichts", sagt Monica Lierhaus rückblickend. Im Januar 2009 lag die Sportmoderatorin nach einer Gehirn-OP mit Komplikationen monatelang im künstlichen Koma. "Ich war wie eine lebende Leiche", so die 55-Jährige im Podcast "Wie geht's? mit Robin Gosens".
Während einer Operation, die zur Entfernung eines Hirnaneurysmas dienen sollte, platzte dies. Infolgedessen erlitt Lierhaus schwere Hirnblutungen. In dem Podcast berichtet die Journalistin, ihrer Familie sei damals geraten worden, sich von ihr zu verabschieden.
Monica Lierhaus über Zeit nach Reha: "War eine Katastrophe"
Nach dem Vorfall verbrachte die Moderatorin vier Monate im Koma, gefolgt von acht Monaten Rehabilitation, um ihre Sprech- und Bewegungsfähigkeit wieder zu trainieren. Lierhaus arbeitete hart an ihrer Rückkehr. In den vergangenen Jahren war sie unter anderem für den Pay-TV-Sender Sky tätig. Seit 2023 ist sie Teil des Sportteams von "RTL Aktuell".
Zu ihrer Reha-Zeit sagt Lierhaus: "Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert." Ihr sei aber relativ schnell klar gewesen, sie wolle da raus, sie müsse sich da rauskämpfen. "Ich wollte auf meinen eigenen Beinen aus der Reha rausgehen, was ich auch geschafft habe."
Die Zeit nach der langen Reha beschreibt Lierhaus als fürchterlich: "Ich bin angeglotzt worden, ich bin angeguckt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe. Es war wirklich schlimm." Sie sei von Paparazzi belagert worden. Deswegen habe sie sich dann auch zu dem ersten öffentlichen Auftritt bei der Goldenen Kamera 2011 entschlossen, sagt Lierhaus: Sie habe sich zeigen wollen - "So bin ich jetzt. Nehmt mich oder lasst es."
Welche Ziele hat Lierhaus noch?
Sie habe sich immer Ziele gesetzt, sagt die Journalistin weiter. "Zum Beispiel die WM in Brasilien. Das war ein ganz großes Ziel von mir. Dann vom Fußboden alleine aufstehen können, war auch so ein Ziel. Oder eben Schnürsenkelbinden." Sie wolle auch einmal nach Australien, sagt Lierhaus und räumt auch ein: "Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich kein besonders positiver Mensch.... Bei mir ist das Glas eigentlich immer halb leer und nie halb voll."
Mit Einschränkungen muss Lierhaus nach eigener Aussage weiter leben. Bei Treppen ohne Geländer sei sie aufgeschmissen. "Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann. Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran." Der Gleichgewichtssinn werde nicht wiederkommen, so Lierhaus.