Lea Meyer ist nach ihrer deutlichen Kritik an Gesa Krause nach dem 3000-Meter-Hindernis-Finale bei der Leichtathletik-EM in Birmingham zurückgerudert. Die 28-Jährige zeigte sich nach ihrem emotionalen Interview selbstkritisch und entschuldigte sich für ihre Wortwahl.
Nach ihrem emotionalen Interview bei der Leichtathletik-EM in Birmingham ist Lea Meyer zurückgerudert und hat ihre Kritik an Gesa Krause deutlich entschärft. Die 28-Jährige räumte ein, ihre Enttäuschung nach dem verpassten Podestplatz habe ihre Wortwahl beeinflusst. In einem langen Statement bei Instagram stellte sie klar: "Gesa ist verdient Europameisterin geworden!"
Meyer hatte das 3000-Meter-Hindernis-Finale am Donnerstag lange angeführt, stürzte auf der letzten Runde jedoch und kam nur als Vierte ins Ziel. Direkt danach hatte sie Krause unter anderem vorgeworfen: "Gesa will keinen Meter machen. Die sitzt das aus und rennt dann hinten raus." Zudem erklärte Meyer, sie habe die Medaille verdient.
In ihrem Statement erklärte sie nun: "Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen." Das sei "mein alleiniger Fehler". Auch die weiteren Medaillengewinnerinnen Alice Finot und Olivia Gürth hätten sich ihre Erfolge verdient.
Lea Meyer zieht nach emotionalem Interview Konsequenzen
Bei Meisterschaften seien "Cleverness und Taktieren sehr entscheidende Faktoren". Wer das an einem bestimmten Tag perfektioniere, dem gönne sie "auch jeden Erfolg", so Lea Meyer.
Besonders deutlich wurde Meyer mit Blick auf ihr Interview. "Leider habe ich das sehr unprofessionell und unsportlich formuliert", schrieb sie. Der Zeitpunkt, der Rahmen und vor allem ihre Wortwahl seien "nicht passend, unprofessionell und unsportlich" gewesen.
Für die Zukunft will die Läuferin daraus Konsequenzen ziehen. Als "sehr emotionaler Mensch" werde sie nach einem solchen Rennen künftig die Interview-Zone meiden. Ihr sei wichtig, dass ihre Aussagen im richtigen Kontext verstanden würden: Ihr Interview sei von ihren Emotionen gelenkt gewesen. Zugleich betonte Meyer, dass sie "jede einzelne Leistung meiner Konkurrenz respektiere und allen den Erfolg gönne".
Krause selbst hatte die Kritik nach ihrem dritten EM-Titel gelassen aufgenommen. Die Führungsarbeit sei schließlich eine bewusste Entscheidung. Sie setze bei Meisterschaften lieber auf ihre Stärke auf dem letzten Kilometer und in der Schlussrunde.