Die härteste Frau des "Yellowstone"-Universums träumt plötzlich von einem einfachen Leben. Kelly Reilly verrät im Gespräch mit der Agentur teleschau, warum Beth Dutton nach all den Kämpfen eigentlich nur noch eines will.
Wer an Beth Dutton denkt, denkt an scharfe Worte, kompromisslose Rache und eine Frau, die sich von niemandem einschüchtern lässt. So haben Serienfans sie im Paramount-Hit "Yellowstone" kennengelernt und im Spin-off "Dutton Ranch" erwartet. Doch ausgerechnet hinter dieser harten Fassade steckt inzwischen ein ganz anderer Wunsch. "Beth will eigentlich gar nicht mehr kämpfen", verrät die britische Schauspielerin Kelly Reilly im Gespräch mit der Agentur teleschau. Nach allem, was ihre Figur erlebt hat, sehne sie sich vor allem nach Ruhe. "Sie möchte einfach nur mit Rip und Carter zusammen sein."
An diesem Freitag (3. Juli) endet die erste Staffel von "Dutton Ranch" auf Paramount+ (auch über Sky verfügbar). Ausgerechnet Beth Dutton, die jahrelang für jeden Konflikt bereit war, sehnt sich inzwischen vor allem nach Frieden. Nach all den Kämpfen steht plötzlich nicht mehr der nächste Machtkampf im Mittelpunkt - sondern die Frage, ob Beth überhaupt noch kämpfen möchte.
"Können Beth und Rip nicht einfach mal auf der Veranda sitzen und Tequila trinken?"
Für die 48-jährige Schauspielerin liegt genau darin die spannendste Entwicklung ihrer Figur. "Ich glaube, Beth träumt von einem einfachen Leben", sagt die Britin. Ein Leben ohne Intrigen, ohne Krieg und ohne ständige Verluste. Deshalb müsse sie bei einem Gedanken selbst lachen: "Können Beth und Rip nicht einfach mal auf der Veranda sitzen und Tequila trinken?"
Gerade diese leisen Momente hätten sie an der neuen Serie besonders gereizt. Über Jahre kannten die Zuschauer Beth vor allem als kompromisslose Kämpferin. Jetzt dürfe sie erstmals eine Frau zeigen, die gelernt habe, was wirklich zählt. "Es geht nicht mehr darum, etwas zu beweisen", erklärt Reilly. Vielmehr wolle Beth endlich das beschützen, was sie sich aufgebaut habe.
Tatsächlich erkennt Kelly Reilly auch einiges von sich selbst in Beth wieder. Beide würden alles für die Menschen tun, die sie lieben. "Ich bin sehr loyal", sagt die Schauspielerin. Genau diesen ausgeprägten Beschützerinstinkt bewundere sie auch an Beth. Deshalb habe es ihr besonders viel bedeutet, in "Dutton Ranch" erstmals auch die weichere, verletzlichere Seite ihrer Figur zeigen zu können.
Kelly Reilly: "Die erste Staffel ist immer die schwierigste"
Für Reilly fühlt sich das Staffelfinale deshalb auch wie der Abschluss eines ganz besonderen Kapitels an. Die erste Staffel sei für alle Beteiligten eine Art Neuanfang gewesen. "Die erste Staffel ist immer die schwierigste", sagt sie. Schließlich müsse zunächst eine völlig neue Welt aufgebaut werden. "Jetzt kennen wir diese Figuren. Jetzt können wir sie noch tiefer erkunden." Genau darauf freue sie sich in einer zweiten Staffel besonders.
Natürlich wäre Beth nicht Beth, wenn sie ihre Krallen komplett einziehen würde. Kelly Reilly ist überzeugt, dass ihre Figur jederzeit wieder zur Kämpferin wird, sobald ihre Familie bedroht ist. Doch genau dieser Gegensatz mache sie heute interessanter denn je. Hinter der Härte stecke inzwischen eine Frau, die weiß, wie kostbar Frieden sein kann.