Lage weiter verschärft: Beliebter Badesee in Franken wegen Gesundheitsgefahr gesperrt

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Altmühlsee: Gesundheitsamt warnt – diese Gefahr droht beim Baden
Im Altmühlsee wird vom Baden abgeraten. (Symbolbild)
Altmühlsee: Gesundheitsamt warnt – diese Gefahr droht beim Baden
Uwe Zucchi/dpa

An einem beliebten Badesee in Franken spitzt sich die Lage zu: An allen Stränden wird offiziell vom Baden abgeraten. Was Badegäste jetzt wissen müssen.

Die Situation am Altmühlsee hat sich Anfang Juli weiter verschärft. Am Donnerstag, 2. Juli 2026, teilte das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen auf seiner Internetseite mit, dass nun an allen Badestränden vom Baden abgeraten wird. Betroffen sind die drei großen Badestellen in Schlungenhof, Muhr am See und Wald.
 
Damit gilt die Warnung erstmals flächendeckend – auch die zuvor nicht betroffene, abgetrennte Badebucht bei Schlungenhof ist nun eingeschlossen. Noch Mitte Juni waren einzelne Bereiche mit einem Badeverbot belegt gewesen, während andere eingeschränkt genutzt werden konnten.

Badewarnung Altmühlsee: Gesundheitsamt reagiert auf steigende Blaualgenkonzentration

Während der gesamten Badesaison überwacht das Gesundheitsamt regelmäßig die hygienische Wasserqualität an den Badestellen im Landkreis. Neben Fäkalkeimen spielt dabei vor allem das Vorkommen von Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, eine zentrale Rolle. Nach den warmen Sommertagen hat sich deren Konzentration im Altmühlsee zuletzt deutlich erhöht. Solche Bedingungen begünstigen die Bildung einer sogenannten "Blaualgenblüte", die sich oft als grünliche Schlieren auf dem Wasser zeigt. Derzeit schätzt das Gesundheitsamt die Gefahr als "hoch" ein, wie im aktuellen Bericht zu lesen ist.
Die Behörde warnt: Bei hoher Belastung können durch die von Cyanobakterien produzierten Giftstoffe gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden. Auch für Hunde und andere Tiere bestehe ein erhöhtes Risiko, schreibt das Amt. Zu möglichen Symptomen zählen unter anderem:
  • Haut- und Schleimhautreizungen
  • Bindehautentzündungen
  • Übelkeit, Durchfall und Erbrechen
  • Ohrenschmerzen
  • Atemwegsprobleme und allergische Reaktionen
  • Gliederschmerzen

Gesundheitsamt: Sichttiefe als Orientierung

Als Orientierung gilt laut Gesundheitsbehörde: Wer im knietiefen Wasser seine Füße nicht mehr erkennen kann, sollte auf das Baden verzichten. Erkennbar ist dies an einer starken grünlichen Trübung mit Schlierenbildung und verringerter Sichttiefe (unter einem Meter). Besonders bei einer Aufnahme von Seewasser an mehreren Tagen hintereinander besteht Gesundheitsgefahr, daher sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beim Baden unbedingt eingehalten werden, erklärt das Amt:
  • Vermeiden Sie das Verschlucken von Wasser
  • Vermeiden Sie den Aufenthalt im Bereich sichtbarer Schlieren
Das Landratsamt bittet Badegäste und Wassersportler, die Beschilderung vor Ort unbedingt zu beachten. Die Situation kann sich je nach Wetter- und Windverhältnissen kurzfristig verändern, erklärt das Gesundheitsamt. Alternativen bilden die sieben schönsten Badeseen unserer Leser.